Tagesarchiv für den 20. August 2008

Mängel am Bau

Der Traum vom Eigenheim rückt in greifbare Nähe, die Finanzierung steht und das Bauunternehmen ist ausgewählt. Doch dann wird festgestellt, dass die Statik des Hauses nicht stimmt. Der Bau wird sofort stillgelegt.Dies ist nur eine der diversen Albtraumvorstellungen für Bauherren. Nicht selten kommt es während des Baus oder nach dem Einzug in die fertige Immobilie zu Reklamationen. Feuchte Wände, undichte Dächer oder schiefe Durchgänge- es gibt diverse Möglichkeiten, wo sich Mängel einschleichen können. Doch wer ist dafür haftbar?

Grundsätzlich gibt es eine Faustregel, die ein Bauherr beachten sollte. Am Ende des Bauvorhabens steht die Übergabe der Immobilie vom Bauunternehmen an den Eigentümer. Sobald der Eigentümer den Bau offiziell abnimmt, können später auftretende Mängel nur sehr schwer reklamiert werden. Wer gravierende Mängel fürchtet, hat die Möglichkeit, die Immobilie während des Baus und vor der Übergabe von unabhängigen Gutachtern überprüfen zu lassen. Diese Begehung ist allerdings mit verhältnismäßig hohen Kosten verbunden, weshalb meist nur im akuten Verdachtsfall ein Gutachter angefordert wird.

Sollte nach Abnahme ein Mangel am Bau festgestellt werden, ist zunächst einmal eine Kontaktaufnahme mit der Baufirma anzuraten. Gute Firmen beheben die Fehler schnell und kostenfrei, sofern sich der Schaden auf unsachgemäßen Bau zurückführen lässt. Ein Stück Dach neu zu decken bedeutet für das Bauunternehmen das kleinere Übel- schlechte Publicity hingegen wirkt sich schnell negativ auf das Geschäft aus. Außerdem gibt es in Deutschland eine Gewährleistungsfrist, die fünf Jahre dauert. In dieser Spanne ist das Bauunternehmen verpflichtet, Schäden zu beseitigen, die auf Baufehlern beruhen. Nicht immer kann dies nachgewiesen werden. Zusätzlich scheint der Trend auf dem Baumarkt dahin zu gehen, dass Bauunternehmen versuchen, dem Kunden die Fehler schönzureden oder sich schlicht aus der Gewährleistungspflicht zu entziehen. Wenn die Firma den Mangel nicht beheben möchte, wird es oft schwierig. Sehr häufig gibt der Bauherr klein bei und beseitigt ihn selber, da dies zwar mehr Geld kostet, dafür aber Zeit und auch Nerven spart. Durch diese Haltung werden die Firmen jedoch in ihrem Verhalten bestätigt. Jeder Bauherr sollte versuchen, die festgestellten Mängel bei dem Unternehmen geltend zu machen und auf einer Beseitigung beharren.

jetzt kommentieren? 20. August 2008

Immobilien- kaufen oder bauen?

Wer sich ein Eigenheim zulegen möchte, steht direkt vor der ersten damit zusammenhängenden Entscheidung: Kaufen oder selber bauen? Beides bringt Vor- aber auch Nachteile mit sich, welche Variante schließlich genutzt wird, sollte gut abgewogen sein.

Für Neubauten weisen die meisten Städte entsprechende Grundstücke aus. Diese liegen am Stadtrand, damit also noch im Grünen. Angebunden sind sie über eine meist noch nicht endgültig befestigte Straße. Doch so schön das Baugrundstück beim Erwerb auch liegt, es kann durchaus sein, dass das liebevoll errichtete Eigenheim einige Jahre später zwischen Hochhäusern steht oder an einer stark befahrenen Schnellstraße liegt. Es gibt keine Garantie, dass die Lage des Hauses beständig erhalten bleibt, es sei denn, es wird ausreichend viel Land mit dem Grundstück erworben.
Bei einer Immobilie, die bereits fertig errichtet ist und erworben wird, ändert sich die Lage meist weniger. Die Immobilie hat ihren Platz im Stadtbild bereits erworben, so kann im Voraus schon sehr gut abgeschätzt werden, ob die Umgebung zu den eigenen Vorstellungen passt.
Für viele Menschen ist das entscheidende Argument für einen Bau, dass vollkommen frei entschieden werden kann, wie die Verteilung und der Schnitt der Zimmer aussehen, wie viele Bäder es geben und wie die Terrasse am Bau platziert werden soll. Bei einem Eigenbau können die eigenen Wohnträume nahezu unbegrenzt umgesetzt werden, wohingegen bei einer Kaufimmobilie nur in sehr begrenztem Rahmen etwas geändert werden kann.
Meist zuletzt entscheidet der Preis. Ein Neubau ist meist teurer, was aber auch daran liegt, dass die Ausstattung der Bäder und der Küche sowie die kompletten Bodenbeläge noch angeschafft werden müssen. Je nach Lage kann dagegen eine Kaufimmobilie auch nicht unbedingt preisgünstig erworben werden. Da ein gekauftes Objekt meist auch hinsichtlich der eigenen Vorstellungen renoviert wird, ist der finanzielle Aufwand mit dem Kaufpreis eher noch nicht erledigt.
Auch zeitliche Aspekte spielen häufig eine Rolle. Ein Bau kann sich über einen nicht vorhersehbaren Zeitraum erstrecken, in ein fertiges Haus kann dagegen oft sehr schnell eingezogen werden. Außerdem kostet ein Bau nicht unwesentlich Zeit und Nerven, ein Objekt zu kaufen spart hinsichtlich dieser sozialen Faktoren enorm.

Beide Varianten haben also deutliche Vorteile. Eine Entscheidung sollte gründlich durchdacht sein und alle Aspekte berücksichtigen.

jetzt kommentieren? 20. August 2008