Monatsarchiv für September, 2008
Viele Menschen möchten nicht mehr länger nur den Urlaub im Ausland verbringen, sondern das gesamte Leben dort gestalten. Ein kleines Haus am Meer oder mit Blick auf die Berge ist ein Traum, der mit der entsprechenden Vorbereitung und gegebenenfalls auch Hilfe durchaus umsetzbar ist. Dabei sollte jedoch bedacht werden, dass die Preise für Immobilien zwischen den Ländern stark variieren, auch die Modalitäten bezüglich der Abgabe an Ausländer sind nicht immer gleich gut.Luxemburg lockt zum Beispiel durch die deutlichen Steuervergünstigungen, jedoch ist Wohneigentum teurer als in Deutschland. Auch die bei einem Kauf anfallenden Kosten weichen ab, so liegt die Grunderwerbssteuer mit sieben Prozent rund doppelt so hoch. In der Schweiz erfordert der Erwerb einer Immobilie von Ausländern eine amtliche Genehmigung. Ob ein Nicht-Schweizer ein Objekt erwerben darf, wird nach eingehender Prüfung des Antrags und nur im Rahmen eines gewissen Kontingents entschieden. Diese Regelung soll jedoch in den nächsten Monaten für EU-Bürger gelockert werden. Einfacher ist der Erwerb von Eigenheim in Holland und Belgien, denn hier gibt es keine Beschränkungen für EU-Ausländer. In Belgien liegen die Nebenkosten für einen Immobilienerwerb jedoch noch höher als bei einem Kauf in Luxemburg.
Sehr beliebt bei Auswanderern sind südlich gelegene Länder wie Spanien und Italien, doch auch Frankreich und Portugal stehen auf der Liste weit oben. Hier lockt vor allem das Klima, aber auch die geringeren Lebenshaltungskosten sind ausschlaggebend. Gerade in beliebten Reiseregionen liegen jedoch die Preise für Grundstücke und Immobilien sehr hoch. Dafür liegen die Nebenkosten in vergleichbarer Höhe wie in Deutschland, auch die Kaufmodalitäten sind ähnlich.
Günstiger kann im eher nördlich gelegenen Ausland gekauft werden. Gerade in Schweden können Grundstücke und Eigenheim sehr günstig erworben werden. Dies liegt vor allem am zur Verfügung stehenden Platz, denn das Land ist kaum besiedelt. Dazu wird als Baumaterial vorwiegend Holz verwendet, das günstig und in ausreichender Menge zur Verfügung steht. Auch die mit dem Kauf verbundenen Nebenkosten liegen etwas unter dem deutschen Niveau.
28. September 2008
In Anbetracht der hohen und immer weiter steigenden Kosten für Energie versuchen Immobilienbesitzer vermehrt, über die richtige Dämmung des Hauses Heizkosten einzusparen. Wie wichtig eine vollständige Isolierung dafür ist, zeigen Niedrigenergie- und Passivhäuser, denn diese kommen aufgrund optimaler Wärmedämmung nahezu ohne aktive Beheizung aus. Auch Altbauten können ohne großen Aufwand mit den richtigen Materialien so isoliert werden, dass große Einsparungen bei den Heizkosten möglich sind. Jedoch sollte darauf geachtet werden, dass für die jeweiligen Bereiche auch auf die richtigen Materialien zurückgegriffen wird.Sehr wichtig für eine umfassende Wärmedämmung sind gut isolierte Fenster und Türen. Gerade in Altbauten entstehen hier Kältebrücken nach draußen, über die sehr viel Energie verloren geht. Auch eine Dämmung des Daches mittels Mineralwolle oder Zelluloseflocken sichert eine günstige Energiebilanz. Da warme Luft nach oben steigt, sollte sichergestellt werden, dass ein unbeheizter Dachboden gut gegen den Rest der -beheizten- Wohnung abgeschlossen ist, da sonst die Wärme schnell über die große Dachfläche entweichen kann. Bei nicht ausgebauten und nicht bewohnten Dachgeschossen kann mittels Dämmstoffmatten eine gute Wärmebarriere erzielt werden.
Bei nachträglicher Dämmung an Altbauten stellt eine nachträgliche Isolierung der Kellerräume die größte Schwierigkeit dar. Diese sollte im Idealfall von außen an der Wand angebracht und lückenlos mit der Dämmung der restlichen Fassade verbunden werden. Dazu muss an allen erreichbaren Stellen rund um das Haus das Erdreich bis zur Tiefe des Kellers ausgehoben werden. Die Materialien Schaumglas und XPS-Matten eignen sich für die Dämmung besonders, da diese Feuchtigkeitsresistent sind und nicht verrotten. Über die Außendämmung der Kellerräume wird nicht nur das Entweichen von Wärme verhindert, sondern zusätzlich dem Eindringen von Feuchtigkeit entgegengewirkt.
Sehr wichtig ist, dass bei der Dämmung keine Lücken entstehen. Deshalb sollten alle Außenbereiche der Immobilie gedämmt werden. An Fassaden aus Klinker oder Fachwerk kann keine Außendämmung angebracht werden und es muss auf eine Innenwanddämmung zurückgegriffen werden. Diese kann wahlweise über Platten aus verschiedenen Materialien oder über ein Ständerwerk umgesetzt werden.
Viele der Möglichkeiten zur Dämmung können von handwerklich geschickten Immobilienbesitzern selber angebracht werden. Für eine Außendämmung bei mehrstöckigen Häusern ist jedoch in jedem Fall ein Baugerüst notwendig. Die Höhe erschwert das Anbringen der Dämmstoffe ungemein, sodass gerade hierfür viele gerne auf Facharbeiter zurückgreifen.
27. September 2008
Seit Mitte des Jahres müssen Eigentümer von Immobilien, die diese verkaufen oder vermieten möchten, einen Energiepass für ihr Objekt vorlegen können. Energiepässe gibt es in zwei verschiedenen Ausführungen. Der kleinere Energiepass bezieht sich auf die Energiekosten der letzten drei Jahre und bietet dem potentiellen Mieter oder Käufer lediglich eine Möglichkeit, sich über den Verbrauch zu informieren. Der größere Energiepass ist die bedarfsorientierte Ausführung. Anhand von Eckdaten der Immobilie und Vergleichswerten ähnlicher Objekte wird errechnet, wie viel Energie das Haus verbrauchen sollte. Der aktuelle Verbrauch kann einen Aufschluss über den Zustand der Immobilie und des Heizsystems geben und so auf mögliche Lücken hinweisen. Im Idealfall sollte der Energieausweis von Fachleuten ausgestellt werden, die das Objekt anhand der zugehörigen Unterlagen und auch einer persönlichen Begehung beurteilen. Energiepässe aus dem Internet besitzen nicht die gleiche Aussagekraft und sollten besser nicht bezogen werden! Personen, die einen Energieausweis ausstellen dürfen, sind zum Beispiel Architekten, Energieberater, Bauingenieure oder auch der Schornsteinfeger, sofern eine entsprechende Qualifikation vorliegt. Diese kann mittels einer einschlägigen Fortbildung erworben werden. Für die Erstellung eines Energieausweises fallen je nach Größe der Immobilie und gewünschter Ausweisart Kosten in variabler Höhe an. Für den bedarfsorientierten Ausweis liegt der Preis bei rund 200 bis 300 Euro, jedoch kann im Einzelfall mit dem Berater auch verhandelt werden.Da Neubauten hinsichtlich ihrer Energiebilanz grundsätzlich gesetzlichen Anforderungen genügen müssen, benötigen diese keinen extra Energieausweis. Jedoch kann es trotzdem sinnvoll sein, einen solchen Pass zu haben, vor allem dann, wenn die Immobilie vermietet werden soll. Jeder Mieter hat das Anrecht darauf, vom Vermieter einen Energieausweis vorgelegt zu bekommen. Spätestens in diesem Fall, muss ein Energieausweis beauftragt werden. Für Objekte, die mehrere Wohnungen aufweisen und damit meist für die Vermietung vorgesehen sind, wurde das Datum der Ausweispflicht gestaffelt. So müssen Altbauten, die vor 1965 errichtet wurden, seit dem 01. Juli diesen Jahres einen Ausweis vorlegen können, Gebäude, die nach 1978 erbaut wurden, erst ab dem 01. Januar des kommenden Jahres. Für Objekte, die nur als Eigenbedarf genutzt werden, muss kein Energieausweis vorhanden sein.
27. September 2008
Erbbauerecht- auch Erbpacht genannt- bedeutet im Grunde genommen, dass auf dem Grundstück eines anderen Eigentümers ein Eigenheim errichtet wird. Inhaber des Geländes ist in den meisten Fällen eine Gemeinde, die durch das Erbbaurecht brach liegendes Land als Bauland freigibt. Mit dem Abschluss des Vertrags verpflichtet sich der Pächter zur Bebauung des Grundstücks.
Anders als bei dem Erwerb eines Grundstücks wird bei einer Erbpacht eine monatliche Zahlung einer Pachtgebühr fällig. Die Höhe der Summe errechnet sich aus dem Preis des Grundstücks zum Zeitpunkt der Pachtvergabe und wird in regelmäßigen Abständen angepasst. In der Regel werden monatlich zwischen drei und fünf Prozent des Grundstückswerts fällig. Ein Erbbaurechtsvertrag läuft meist 99 Jahre, manchmal auch nur 75 Jahre, der Erbpachtvertrag muss durch einen Notar beurkundet werden. In dieser Zeit ist der Pächter an die Gemeinde gebunden, denn der Vertrag kann nicht vorzeitig gekündigt werden. Lediglich die Veräußerung oder die Vererbung der Pacht ist nach Absprache mit dem Grundstücksinhaber und dessen Einwilligung möglich. Jedoch sind Immobilien, die auf Erbbaugrundstücken stehen, nicht sehr attraktiv und können nur schwer verkauft werden.
Nach Ablauf der Vertragsfirst fällt das Grundstück an den Eigentümer zurück, der Inhaber des Gebäudes erhält eine Entschädigung. Wer sein Eigenheim auch darüber hinaus nutzen möchte, sollte vertraglich ein Ankaufsrecht mit einem feststehenden Ausgangswert festhalten.
Ebenfalls im Vertrag festgelegt sind die Situationen, die einen Rückfall des Grundstücks an den Eigentümer auch während der Laufzeit bedingen. Grundsätzlich geht der Grund immer dann an den Inhaber zurück, wenn dieser mit seinen Zahlungen in deutlichen Verzug gerät oder eine private Insolvenz anmeldet.
Eine Nutzung des Erbbaurechts lohnt sich vor allem für Personen, die aufgrund wenigen Kapitals von der Bank kein ausreichendes Darlehen für den Erwerb eines Grundstücks und den gleichzeitigen Bau des Wohneigentums erhalten. Durch die monatlichen Zahlungen bleiben große finanzielle Belastungen aus. Bei Vertragsabschluss muss der Erbpachtnehmer Grunderwerbssteuer zahlen und das Grundstück samt des darauf stehenden Gebäudes nach den Vorgaben des Grundstücksinhabers versichern. Außerdem muss bedacht werden, dass aufgrund der schwierigen Weiterverkaufssituation eine örtliche Stabilität gewährleistet sein sollte.
25. September 2008
Viele Haushalte haben aufgrund der hohen Preise für Heizöl die Bestellung so lange es ging hinaus gezögert, doch nun rückt der Winter näher und die Temperaturen sinken rapide. Nahezu alle Haushalte, die mit Öl heizen, bestellen deshalb nun auf einmal Nachschub, was zu Engpässen bei den Lieferanten führt. In vielen Fällen müssen bis zu sechs Wochen Lieferzeit eingeplant werden- glücklich zeichnet sich, wer noch über Reserven aus dem letzten Jahr verfügt. Wer gänzlich leer gelaufen ist, kann bei den Lieferanten um eine vorgezogene Expresslieferung bitten, die in den meisten Fällen auch Berücksichtigung findet. Egal, mit welcher zeitlichen Verzögerung die Lieferung erfolgt, es gelten immer die Preise des Bestelldatums, egal ob diese bis dahin angezogen sind. Zwischen den einzelnen Anbietern für Heizöl bricht ein wahrer Preiskampf aus, eine gute Recherche nach dem aktuell günstigsten Angebot spart bei der Lieferung bares Geld. Auch wer bereits mehrere Jahre bei immer dem gleichen Anbieter sein Heizöl bezieht, kann sich nach anderen Angeboten umsehen, denn an den Lieferanten ist der Endabnehmer nicht gebunden.Gerade aufgrund der aktuell sehr hohen Ölpreise suchen viele Menschen nach einer günstigen Alternative für die Beheizung. Gas, Solar oder Erdwärme stehen unter anderem zur Verfügung, doch auch die Überlegung, auf ein Strombetriebenes Heizsystem umzusteigen wird wieder attraktiver. Auch eine Warmwasseraufbereitung mittels eines Durchlauferhitzers oder eines Boilers wird wieder vermehrt nachgefragt, doch auch die Strompreise zeigen ansteigende Kurven.
Zusätzlich schrecken die enormen Preise für neue Heizanlagen von einer Umorientierung ab. Wer über eine voll funktionstüchtige Ölheizungsanlage verfügt, die wenig Energieverlust aufweist, bleibt auch in Anbetracht steigender Preise lieber beim Altbewährten, statt für viel Geld umzurüsten. Wer sich jedoch mit dem Gedanken trägt, auf eine andere Heizmöglichkeit umzusteigen, sollte sich gut informieren. Das derzeit vermehrt angebotene Flüssiggas unterliegt einer ähnlichen Preiskurve wie Heizöl, entsprechend ist hier in den nächsten Jahren mit einem Anstieg der Kosten zu rechnen. Wer die Möglichkeit hat, sollte besser auf saubere Energie umsteigen und seinen Energiebedarf über eine Solar- oder Geothermie-Anlage decken.
25. September 2008
Der Weg zum Eigenheim ist lang und vor allem teuer. Nicht zuletzt deshalb werden immer neue Wege zur Errichtung eines Hauses gesucht, durch die Kosten und auch Bauzeit gespart werden können. Recht neu auf dem Markt und inzwischen sehr nachgefragt sind Häuser, deren Basis aus Styroporbausätzen besteht.Nahezu jedes Haus kann mit Styroporbausteinen errichtet werden. Auf der Grundlage der Bauzeichnung errechnet das Lieferunternehmen, welche und wie viele Bausteine benötigt werden. Diese werden an die Baustelle angeliefert. Dort können die Einzelteile wahlweise von einer Baufirma oder auch in Eigenleistung verbaut werden. Wichtig ist, dass die Bodenplatte gegossen ist. Ein Keller müsste nach herkömmlicher Bauweise ebenfalls vor der Lieferung errichtet worden sein. Der Bau des Hauses mit Styroporbausteinen kann durch den Bauherrn selber erbracht werden, jedoch legen die meisten Firmen die Mitarbeit eines erfahrenen Baumeisters nahe, damit es später nicht aufgrund von Mängeln zu Problemen mit der Stabilität des fertigen Hauses kommt. Die einzelnen Bauteile werden mittels eines Steckprinzips miteinander verbunden. Auf diese Weise werden alle Wände im Erdgeschoss errichtet, inklusive der Aussparungen für Fenster und Türen. Die Bauteile sind mit großen Hohlräumen versehen, der nach der Fertigstellung der Wände mit Beton ausgegossen werden. Dieser Teil der Errichtung ist der schwierigste, denn der Beton muss alle Styroporsteine gleichmäßig füllen. Hinterbleiben in den Steinen nach der Befüllung kleine Luftblasen, ist eine vollständige Isolierung des Hauses nicht gewährleistet. Der Beton in den Wänden muss nun vollständig austrocknen, danach können die Träger für die zweite Etage oder das Dach aufgebracht werden. Die Zwischenetage wird mit herkömmlichen Stahlstreben verstärkt, dazwischen werden ebenfalls Styroporbausteine verwendet, die ausgegossen werden. Darauf kann nach Wunsch eine weitere Etage oder das Dach aufgesetzt werden.
Die Stabilität eines Hauses aus Styroporgrundsteinen ist mit jener eines Massivhauses gleichsetzbar. Durch die gleichzeitige Verbauung von Styropor und Beton wird direkt eine hohe Dämmung der Mauern gewährleistet. Da das Styropor weder von Feuchtigkeit noch Pilzen oder Bakterien zerstört werden kann, ist auch die Beständigkeit der Immobilie gesichert. Der Innenausbau kann wie gewohnt von entsprechenden Firmen unternommen werden. Auch hinsichtlich der Dämmung bestehen keinerlei Einschränkungen, selbst Passivhäuser sind mit Styropor herstellbar.
Der Bau eines Hauses mit Styroporbausteinen bietet zwei große Vorteile: Durch die Möglichkeit, bei der Errichtung selber mit anzupacken können enorme Kosten für Handwerker ein gespart werden. Alle Firmen, die den Hausbau mit Styropor anbieten, weisen die Bauherren gerne umfassend ein, sodass nahezu der komplette Grundbau in Eigenleistung absolviert werden kann. Durch die Größe der Steine und der sicheren Verankerung der Bauteile miteinander können in wenigen Tagen die Wände einer Etage fertig gestellt werden. Bis zu der Hälfte der Baukosten können durch diese neue Bauweise eingespart werden.
23. September 2008
Land- und forstwirtschaftliche Immobilien stehen immer wieder zum Verkauf. Nicht selten erwirbt eine Person das Land und verpachtet es Stück für Stück an die umliegenden Betriebe, während der eigentliche Hof umgebaut und nicht landwirtschaftlich genutzt wird. Einer der vielen Gründe, weshalb nur wenige Immobilien ihrem ursprünglichen Zweck erhalten bleiben, ist der hohe Aufwand des Betriebs bei gleichzeitig sehr wenig Lohn. Deutsche Landwirte müssen ihre Erzeugnisse nahezu am Herstellungswert verkaufen, um überhaupt konkurrenzfähig zu bleiben. Großer Gewinn fällt dabei nicht ab. Dazu kommt, dass ein land- oder milchwirtschaftlicher Betrieb immense Energie verschlingt- diese wiederum wird ebenfalls immer teurer. Vor allem in Gebieten Deutschlands, in denen eine hohe Dichte an Erzeugern herrscht, müssen immer wieder Betriebe geschlossen werden. Die Maschinen und das Vieh werden verkauft und der Hof steht leer.Wer sich für eine landwirtschaftliche Immobilie interessiert, steht vor dem großen Problem der Finanzierung. Nur bei einem stichhaltigen Finanzkonzept wird eine Bank das Darlehen übernehmen. Darüber hinaus ist die Auswahl der passenden Immobilie nicht einfach. Wer zum Beispiel einen Hof sucht, der in einen Reitstall umgebaut werden soll, benötigt entsprechende Räumlichkeiten. Eine Halle muss für die Unterbringung der Tiere, eine andere für die Lagerung des Futters und nach Möglichkeit noch eine dritte für eine Reithalle zur Verfügung stehen. Nicht alle Betriebe verfügen über dermaßen große Anlagen, gerade ehemalige Milchbetriebe sind häufig kleiner. Es muss jedoch auch überlegt werden, ob ein Umbau günstiger ausfällt als ein Neubau. Gerade bei aufwendigen Umbauten kann ein Neubau die günstigere Alternative darstellen, sofern der Platz für das geplante Gebäude zur Verfügung steht.
Wer dagegen einen Hof sucht, der weiterhin als land- oder milchwirtschaftlicher Betrieb genutzt werden soll, muss sich intensiv damit auseinander setzen, welche Erfolgschancen damit verbunden sind. Will der ehemalige Inhaber den Hof aus Altersgründen verkaufen oder weil der Betrieb keinen Gewinn mehr bringt? Welche Maßnahmen sind im zweiten Fall sinnvoll umsetzbar, um wieder Gewinn zu erwirtschaften? Eine Begehung des Geländes durch einen Sachverständigen sollte in jedem Fall durchgeführt werden. Dieser kann etwas über den Zustand der Gebäude und vor allem der technischen Geräte sagen. Ein Erwerb eines Hofs, der eine gleichzeitige Komplettsanierung mit sich bringt, ist wenig ratsam. Auch die Qualität der Ackerflächen sollte von einem Sachkundigen begutachtet werden. Viele Nutzflächen sind völlig ausgezehrt und bieten den Pflanzen nicht genügend Mineralien für ein gutes Wachstum. Auch hier sollte dringend von einem Kauf abgesehen werden!
Für den Kauf einer landwirtschaftlichen Immobilie muss viel Zeit eingeplant werden, damit der Erwerb am Ende keine Enttäuschung darstellt und möglicherweise den privaten Ruin bedeutet. Wer kann, sollte den Hof und die Nutzflächen lieber erst einmal pachten. Im Pachtvertrag kann in jedem Fall das Erstkaufrecht festgehalten werden.
22. September 2008
Bevor der Wunsch nach einem Eigenheim konkret wird, setzen sich die meisten Menschen erst einmal grundsätzlich mit dem Thema Eigenheim und allem was dazugehört auseinander. Vor allem die Entscheidung, ob gebaut oder doch gekauft werden soll und die Frage nach der richtigen Finanzierung sind grundlegend für die Vorbereitung.Wer sich umfassend informieren möchte, findet viele Bücher zu den verschiedensten Themen rund um Immobilien. Einige Ratgeber setzen sich mit der Finanzierung des Eigenheims auseinander, andere dagegen zeigen alle Möglichkeiten zur Energiereduzierung auf. Auch für die Wertermittlung oder die Vermietung des Eigenheims können Bücher zu Rate gezogen werden. Darüber hinaus gibt es auch Ratgeber für Menschen, die mit Immobilien Geld verdienen möchten. Kein Bereich rund um das Eigenheim bleibt unberührt.
Bei dieser Schwemme fällt es schwer, sich für einen Ratgeber zu entscheiden, vor allem dann, wenn diese über das Internet bestellt werden sollen, weil der Fachhandel sie nicht vorrätig hat. Im Idealfall sollte der Inhalt des Ratgebers angesehen werden, damit klar ist, ob dieser auch Antworten auf die jeweils individuellen Fragen gibt. Wer die Möglichkeit nicht hat, kann möglicherweise über Buchrezensionen einen Anhaltspunkt finden, ob sich die Anschaffung des Werks lohnt. Darüber hinaus sollte bedacht werden, dass verschiedene Bücher möglicherweise unterschiedliche Ansichten zu dem gleichen Thema äußern. Für eine umfassende Recherche zu einem Thema kann dies sicherlich nützlich sein, da ein Thema dadurch auch von unterschiedlichen Seiten beleuchtet wird. Gerade für die Versorgung einer Immobilie mit Energie erscheinen derzeit vermehrt Ratgeber, die verschiedene Methoden vorstellen und favorisieren. Die Inhalte eines Buches sollten immer auf die eigene Lebenssituation bezogen werden, dadurch können unnütze Informationen direkt aussortiert werden.
Viele Ratgeber für Immobilien verfügen außerdem über eine Liste mit Firmen und Behörden, bei denen zusätzliche Informationen eingeholt werden können. Oftmals werden hier auch die Kontaktdaten von Sachverständigen ausgegeben, die vor dem Erwerb eines Grundstücks oder einer Immobilie beratend behilflich sein können.
22. September 2008
Die Preise für Energie steigen enorm an. Vor allem die Kosten für eine Öl- oder Gasheizung scheinen förmlich zu explodieren. Wenn dann zusätzlich am Brenner oder den Leitungen Schäden auftreten, suchen viele Menschen aktiv nach einer Alternative, die möglichst erschwinglich ist und dazu die Umwelt nicht zu stark belastet. Mit einer eigenen Solaranlage auf dem Dach kann ein normales Familienhaus zum Selbstversorger umgerüstet werden. Die Leistung einer Solaranlage ist dabei abhängig von der Menge und Größe der Kollektoren. Für die Aufbereitung des Warmwassers in den Sommermonaten reichen rund eineinhalb Quadratmeter Fläche aus. Soll mittels der Solaranlage auch im Winter die Heizung betrieben werden, müssen entsprechend mehr Kollektoren vorhanden sein. Nahezu alle Dächer eignen sich für die Anbringung. Idealerweise verfügt das Dach über ein Gefälle zwischen 20 und 60 Prozent und liegt nicht im Schatten.Inzwischen gibt es im Handel zahlreiche Komplettsysteme, die direkt mit der Montage zu erwerben sind. Die Anlagen selber gibt es in unterschiedlichen Preiskategorien. Wer die passende Solaranlage für die eigenen Bedürfnisse haben möchte, sollte sich von einem Fachbetrieb beraten lassen und darüber hinaus eigene Recherchen über das Internet durchführen. Der Preis ist nicht unbedingt eine Garantie für Qualität und Leistung. Da die Anlagen in der Regel ab rund 4000 Euro und mehr erhältlich sind und die Installation noch einmal mit etwa 1000 Euro zu Buche schlägt, ist die Wahl der richtigen Anlage unerlässlich, denn ein späterer Austausch ist mit erneuten Kosten verbunden.
Die Anschaffung einer umweltfreundlichen Heizungsanlage wird vom Staat subventioniert. Bei der Erstinstallation wird ein Zuschuss von mindestens 410 Euro gewährt, bei besonders stromsparenden Pumpen gibt es einen zusätzlichen Bonus von 50 Euro. Darüber hinaus können die Kosten der Anschaffung häufig auch steuerlich geltend gemacht werden, jedoch müssen die staatlichen Zulagen abgezogen werden. Auch wer nicht komplett umrüsten möchte, kann mittels einer eigenen Solaranlage einiges einsparen und die über die Kollektoren gewonnene Energie für die Aufbereitung des Bade- oder Waschwassers nutzen.
18. September 2008
Für den Erwerb eines Eigenheims ist Eigenkapital längst nicht mehr unbedingt nötig. Viele Kreditinstitute bieten ihren Kunden inzwischen Finanzierungen bis zu 130% des benötigten Kapitals an. Das Angebot ist sehr verlockend, sollte jedoch nicht unbedacht in Anspruch genommen werden, denn den Verzicht auf Eigenkapital lässt sich die Bank gut bezahlen.Wer in den Bau oder den Kauf einer Immobilie eigenes Kapital einfließen lässt, bekommt das Darlehen zu deutlich besseren Konditionen. Wer mindestens 20% des Kaufpreises selber finanzieren kann, spart gegenüber einer Vollfinanzierung rund 1% auf den monatlichen Zins. Bereits umgelegt auf eine Laufzeit für die Finanzierung von 10 Jahren auf eine Darlehenssumme von 100 000 Euro ist das sehr viel Geld. Da sich jedoch die Laufzeit für hohe Kredite meist deutlich verlängert, fällt die Zinslast doppelt schwer ins Gewicht. Wer mehr als 20% Eigenkapital in die Immobilie einbringen kann, spart dagegen bei den Zinsen durchaus noch einiges ein.
Egal, wie hoch die Summe des Eigenkapitals ausfällt: in jedem Fall sollten die Angebote der einzelnen Anbieter miteinander verglichen werden. Durch den hohen Konkurrenzdruck unterliegen die Zinsen der verschiedenen Banken großen Schwankungen. Wer den günstigsten Kredit haben möchte, sollte sich entsprechend gut informieren und nicht das erste Angebot direkt annehmen.
Auch wenn der Traum vom Eigenheim sehr groß ist, durch die Zinslast sind die monatlichen Raten oftmals sehr hoch und können nur durch starke Einschränkungen überhaupt finanziert werden. Dadurch wird der Traum von der eigenen Immobilie schnell zur Last. Das gilt es unbedingt zu vermeiden. Bevor auf eine Vollfinanzierung zurückgegriffen wird, sollte gut durchdacht sein, ob die Erfüllung des Wunschs nicht doch noch einige Zeit warten kann, in der zumindest ein Teil der Summe angespart werden kann. Der dadurch gewonnene finanzielle Spielraum kommt dem Inhaber eher zugute als ein bereits frühzeitig erworbenes Eigenheim.
Unabhängige Berater können bei Unsicherheiten unterstützen und mittels individuell angefertigter Finanzpläne den Nutzen des Eigenkapitals und jenen einer Vollfinanzierung objektiv vergleichen.
16. September 2008
Die eigenen vier Wände sind ein teures Vergnügen. Bislang konnten nur die Menschen sich den Traum vom Eigenheim erfüllen, die rechtzeitig Vorkehrungen für die finanzielle Basis geschaffen haben, da für ein Darlehen eine gewisse Summe an Eigenkapital unumgängliche Voraussetzung war. Inzwischen jedoch bieten viele Kreditinstitute eine 100%-Finanzierung an, die ohne das Einbringen eigenen Kapitals auskommt.Für viele ist dies ein sehr verlockendes Angebot, vor allem junge Menschen greifen schnell darauf zurück, da mit einer 100%-Finanzierung die eigene Immobilie in greifbare Nähe rückt. Jedoch sollte ein solches Darlehen nicht leichtfertig aufgenommen werden, denn die Banken schlagen für dieses Angebot rund 1% auf die monatlichen Zinsen auf. Bei der derzeitig bereits schon hohen Zinslast schlägt das deutlich zu Buche. Außerdem muss daran gedacht werden, dass die Aufnahmesumme durch das fehlende Eigenkapital deutlich höher ausfällt. Dies wirkt sich entweder auf die monatliche Tilgungsrate oder auf die Gesamtlaufzeit aus. Beides sollte gut durchdacht sein. Schnell übersteigt die monatliche Rate die Möglichkeiten und die Finanzierung wird zu einer großen Last. Auch eine lange Laufzeit kann die anfängliche Freude über das Eigenheim schnell drücken und bedeutet am Ende eine hohe Summe, die allein für die monatlichen Zinsen anfällt. Entsprechend raten Sachverständige dazu, mit der Eigenheimfinanzierung lieber so lange zu warten, bis genügend Eigenkapital vorhanden. Die hohe Zinslast macht das Angebot vorwiegend für Besserverdienende interessant, die ohne Probleme auch höhere Tilgungsraten leisten und dadurch zumindest die Laufzeit kürzen können.
Wichtigstes Kriterium für die Vergabe eines Darlehens über den vollen Immobilienpreis ist das monatliche Einkommen des zukünftigen Eigentümers zusammen mit einer sicheren beruflichen Basis. Selbständige oder Freiberufler stoßen bei den Banken bereits auf große Schwierigkeiten, wenn sie eine 100%-Finanzierung in Anspruch nehmen möchten. Die meisten Banken vergeben Vollfinanzierungen nur bis zu einem gewissen Limit, meist bewegt es sich bei dem 7 bis dem 10fachen des Jahreseinkommens. Entsprechend hoch muss dieses ausfallen, damit ein Kreditinstitut in dem Darlehen kein zu großes Risiko sieht. Meist wird eine monatliche Tilgungsrate von mindestens 2% vorgesehen. Nur wer jeden Monat eine entsprechend große Geldsumme zur Verfügung hat, sollte über eine 100%-Finanzierung nachdenken.
16. September 2008
Der Hausbau ist teuer, die Preise für die benötigten Materialien steigen, und auch kleinere Umbauten oder Renovierungsarbeiten fallen finanziell stark ins Gewicht. Viele Bauherren und Immobilienbesitzer versuchen daher, über Schwarzarbeit Geld zu sparen. Schnell ist ein ambitionierter und zeitlich flexibler Handwerker gefunden, der sich für einen geringen Stundenlohn ans Werk macht. Doch Vorsicht ist geboten, denn Schwarzarbeit ist strafbar und kann im Schadensfall zu großem Ärger führen!Wer gelernte Handwerker an seinem Haus ohne Rechnung arbeiten lässt, spart auf der einen Seite viel Geld, denn meist liegt der Stundenlohn unter dem, der für die Arbeit im Rahmen eines offiziellen Auftrags veranschlagt wird, zum anderen entfällt auf die Mehrwertsteuer. Bei der Beschäftigung eines Laien kann sogar noch mehr eingespart werden, da dieser oftmals günstiger arbeitet. Darüber hinaus verlassen sich viele Menschen darauf, dass vom Amt nur Großbaustellen überprüft werden. Doch auch Privatbaustellen stehen inzwischen verstärkt auf der Liste. Wer bei der Beschäftigung von Schwarzarbeit ertappt wird, muss mit hohen Bußgeldern rechnen: bis zu 300 000 Euro können rechtlich dafür gefordert werden! Zwar fallen die Strafen meist geringer aus, doch schnell erreicht das Bußgeld eine Summe, mit der auch ein Betreib mit offiziellem Auftrag hätte bezahlt werden können. Außerdem sind Pfusch und Schäden nicht über eine Versicherung abgedeckt und müssen vom Bauherrn selber behoben werden. Auch bei einem Unfall auf der Baustelle tritt keine Versicherung ein, und eine mündliche Absprache reicht nicht aus, um mögliche Ansprüche des Verunfallten abzuwiegeln. Die möglichen Schwierigkeiten durch Schwarzarbeit sollten unbedingt gegen den Nutzen durch die finanzielle Ersparnis aufgerechnet werden.
Gegenüber des Begriffs der Schwarzarbeit steht jener der Nachbarschaftshilfe. Natürlich kann ein befreundeter Handwerker beim Verlegen von Parkett oder beim Verputzen helfen, sofern er dafür nicht im üblichen Verständnis bezahlt wird. Nachbarschaftshilfe liegt dann vor, wenn die Leistung nicht auf Gewinnerzielung ausgelegt ist. Damit bedingt Nachbarschaftshilfe kein Arbeitsverhältnis und ist nicht versicherungspflichtig.
13. September 2008
Vor allem für Personen, die ihre Immobilie veräußern möchten, ist die Begehung des Objekts durch einen Gutachter nahezu unumgänglich. Dieser legt im Anschluss den Verkehrswert der Immobilie fest, die sich aus dem Zustand des Gründstücks und des Gebäudes zusammensetzt. Die Bewertung orientiert sich an offiziellen rechtlichen Richtlinien und kann über verschiedene Verfahren zur Ermittlung des Werts führen.Häufig genutzt ist die Ermittlung über das Vergleichswertverfahren. Dazu werden vergleichbare Objekte hinsichtlich Größe, Lage, Ausbaugrad und Zustand mit bekanntem Kaufpreis herangezogen, zu den das zu bewertende Objekt in Relation gesetzt wird. Voraussetzung ist, dass genügend Vergleichsobjekte vorhanden sind und die Gebäudeart, das Baujahr und der Gesamtzustand aller Immobilien übereinstimmen.
Daneben gibt es auch die Möglichkeit, den Wert der Immobilie über das Sachwertverfahren festzulegen. Dieses wird in erster Linie für Immobilien genutzt, die nicht für den Abwurf eines Gewinns bestimmt sind, also zum Beispiel für Einfamilienhäuser. Berücksichtigt werden der Wert des Gründstücks und der Herstellungswert der Immobilie zusammen mit gegebenenfalls weiteren Anlagen, die angeschafft wurden.
Für Immobilien, die beispielsweise über Mieteinnahmen Erträge erwirtschaften sollen, also Mehrfamilienhäuser oder Gewerbeimmobilien, wird zur Wertermittlung gewöhnlich das Ertragswertverfahren genutzt.
Auch für Kaufinteressenten ist eine solche Wertermittlung durchaus sinnvoll, denn der Sachwert einer Immobilie stimmt nicht grundsätzlich mit dem Verkaufspreis überein. Wer eine Immobilie in Aussicht hat und gerne eine ungefähre Einschätzung des Werts haben möchte, kann auch über das Internet eine Wertermittlung durchführen. Für diesen Zweck stellen verschiedene Seiten Wertermittlungsrechner zur Verfügung, die über einige Eckdaten einen ungefähren Wert ausgeben. Diese Rechner können sowohl für Eigentumswohnungen als auch für Familienhäuser genutzt werden. Allerdings ist der ermittelte Wert nur eine Richtlinie und kann von dem eines professionellen Gutachters abweichen. Da der Käufer jedoch bei einer angebotenen Immobilie selten einen Gutachter zur Besichtigung mitnehmen darf, stellen diese Rechner doch einen ungefähren Anhaltspunkt zur Verfügung.
Neben dem Verkauf werden auch für eine Beleihung, eine Bilanzierung, eine Zwangsversteigerung oder zur Bestimmung des Versicherungswerts Wertermittlungen durchgeführt.
12. September 2008
Der Traum vom Eigenheim ist mit viel Geld verbunden. Doch neben den Kosten für den Erwerb fallen weitere versteckte Kosten an, die nicht unerheblich ins Gewicht fallen und unbedingt eingeplant werden sollten.Läuft der Kauf über einen Makler, fällt eine Maklercourtage an. Diese beläuft sich je nach Bundesland auf eine Höhe zwischen 3,57 Prozent und 7,14 Prozent des Immobilienpreises. Manche Makler werden vom Verkäufer bezahlt, andere dagegen vom Käufer. In Ausnahmefällen teilen sich Käufer und Verkäufer die Kosten.
Der Vertrag wird von einem Notar erstellt, dessen Arbeit in der Regel vom Käufer der Immobilie gezahlt wird. Die Höhe der Kosten beläuft sich auf rund 1,5 Prozent des Kaufpreises und beinhaltet den Entwurf und die Zusendung des Vertrags und die amtliche Beurkundung des Kaufs. Darüber hinaus zieht der Notar alle nötigen Informationen bezüglich der Grundschulden auf der Immobilie ein und gibt die Unterlagen an das Finanzamt und das Grundbuchamt weiter.
Darüber hinaus wird durch den Kauf einer Immobilie die Grunderwerbssteuer fällig, die derzeit bei 3,5 Prozent des Kaufpreises liegt.
Die versteckten Kosten belaufen sich also je nach Bundesland auf rund 10 Prozent des Kaufpreises und müssen in der Regel zwei bis vier Wochen nach Fälligkeit gezahlt werden.
In wenigen Fällen wird nach Vertragsabschluss ein Rücktritt vom Kauf nötig, zum Beispiel wenn die Bank kurzfristig die Zusage für die Finanzierung zurückzieht. In diesem Fall müssen der Notar und der Verkäufer unverzüglich über die neue Situation unterrichtet werden. Sofern die Immobilie noch gekauft werden soll und eine neue Bank gefunden werden muss, kann ein Zahlungsaufschub mit dem Verkäufer ausgemacht werden. Da der Käufer alle Zinsverluste des Verkäufers durch die verspätete Zahlung trägt, muss schnellstmöglich ein neues Kreditinstitut gefunden werden. Bei einer kompletten Rückabwicklung des Kaufs fallen noch mehr Kosten, denn der ehemalige Interessent trägt alle Kosten beim Notar und gegebenenfalls anfallende Kosten für Anwälte und Gericht. Darüber hinaus muss er den Differenzbetrag tragen, falls der Verkäufer seine Immobilie gegen eine niedrigere Summe verkauft.
Vor der bindenden Kaufzusage sollte also die Finanzierung sicher stehen und alle Details genau überprüft worden sein, damit einen spätere Rückabwicklung nicht notwendig wird.
12. September 2008
Das Statistische Bundesamt teilte kürzlich mit, dass immer weniger Haushalte in Deutschland Wohngeld erhalten. Insgesamt 1,5 Prozent der gesamten deutschen Privathaushalte nahm diese Sozialleistung im vergangenen Jahr in Anspruch, 0,2 Prozent weniger als noch 2006. Über 900 Millionen Euro gab der Staat in Form von Mietzuschüssen dabei aus. Aktuell leben in den neuen Bundesländern mehr Wohngeldempfänger als in den alten, wobei in Bayern am wenigsten Zuschüsse benötigt werden. Der Rückgang belegt sich vor allem durch die Reform von Hartz IV, aber auch durch den Rückgang der Arbeitslosigkeit. Mit der aktuellen Wohngeldreform steigt der monatliche Zuschuss der Berechtigten spätestens ab Januar 2009 von bislang rund 88 Euro auf dann rund 140 Euro. Darin sind jedoch auch die Heizkosten enthalten, die pauschal für die Quadratmetergröße der Wohnung berechnet sind und bislang separat berechnet wurden. Die Regierung plant, aufgrund des explosionsartigen Anstiegs der Nebenkosten, die Erhöhung bereits auf den 01. Oktober diesen Jahres vorzuverlegen.Das Wohngeld ist eine finanzielle Zusatzleistung des Deutschen Staates, die einkommensschwachen Personen zur Sicherung eines angemessenen Wohnstandards gezahlt wird. Dabei können nicht nur zur Miete wohnende Menschen Wohngeld beziehen, sondern auch Eigentümer einer selbstgenutzten Immobilie, die mit den laufenden Kosten finanziell überfordert sind. Diese erhalten einen monatlichen „Lastenzuschuss”. Die Höhe des Wohngelds ist abhängig von der Höhe des Einkommens aller Personen, die in der Wohnung leben. Eine Bezuschussung erfolgt dann, wenn die Einnahmen eine bestimmte, jedes Jahr neu festgelegte Höhe nicht überschreiten. Darüber hinaus muss der bewohnte Wohnraum angemessen sein. Personen, die in einer überproportional großen Mietwohnung leben, erhalten nur den Zuschuss für den als angemessen festgelegten Raum und werden dazu angehalten, eine passende Wohnung zu suchen. Das Wohngeld wird jeweils für ein Jahr bewilligt, für eine Verlängerung muss rechtzeitig vor Ablauf ein neuer Antrag beim zuständigen Amt eingereicht werden. Im Internet können alle Informationen rund um das Wohngeld kostenfrei heruntergeladen werden.
10. September 2008
Durch Immobilienbetrug wurden seit den 1990er Jahren rund 500 000 Menschen in den finanziellen Ruin getrieben.Im Zuge der Verkürzung der Renten und der Verteuerung der Lebenshaltungskosten bieten windige Versicherungsvertreter und Finanzdienstleister Privatpersonen in einer Haustür-Situation, also einem spontanen Gespräch an der Haustür oder auch am Telefon eine Immobilie an, die zum Kauf steht. Bei diesen Immobilien handelt es sich um bereits vermietete Wohnungen, die sich als Kapitalanlage angeblich hervorragend eignen. Eigenkapital für die Finanzierung ist nicht nötig, da die Finanzierung zu 100% von der Bank übernommen wird. Der monatliche Abtrag wird im Grunde von den Mieteinnahmen gedeckt, so dass keine Kosten entstehen. Das lockende Ziel am Ende ist der Weiterverkauf der Immobilie nach Ende der Zinsbindung oder der vollständigen Abzahlung.
Sehr viele Menschen sind bereits auf dieses durchaus verlockende Angebot reingefallen, da wesentliche Punkte verschwiegen werden: Bei den angebotenen Immobilien handelt es sich grundsätzlich um Objekte, deren wirklicher Wert dem des Verkaufspreises nicht entspricht, da sowohl gravierende Mängel in der Ausstattung vorhanden sind, als auch hinsichtlich der Lage sehr benachteiligt Defizite bestehen und die Immobilien in wenig nachgefragten Rand- oder Problemgebieten liegen. In der Regel werden Immobilien angeboten, die zu weit weg stehen, um sie kurzfristig anzusehen und ein eigenes Bild zu erlangen. Als besondere Vergünstigung wird außerdem hervorgehoben, dass der Inhaber mit der Verwaltung des Objekts keinerlei Arbeit hat, da diese von einer Mietpoolverwaltung übernommen wird. Das schlagende Verkaufsargument ist die Betonung, dass sich diese Immobilien hervorragend als spätere Altersvorsorge eignen. Der Verkäufer schlägt zum Teil 100% Gewinn aus der Verkaufssumme, da die Immobilien zu einem völlig überteuerten und nicht an die Standortpreise angepassten Quadratmeterpreis verkauft werden.
Auch Kleinverdienern werden Immobilien angeboten. Erst nach dem Erwerb der Immobilie stellen sich die Negativaspekte heraus. Oftmals stammen die Eigentumswohnungen aus Konkursmasse, die zu Schleuderpreisen an Firmen weiterverkauft und nur oberflächlich saniert wurden. Die zu beseitigenden Mängel reißen bereits beträchtliche Löcher in den Haushalt der Inhaber, darüber hinaus stehen die Wohnungen nicht selten jahrelang leer.
Noch immer werden Immobilien aus dem grauen Immobilienmarkt auf diesem Weg verkauft. Grundsätzlich sollte also Vertretern mit Vorsicht gegenübergetreten werden, die mit einem solchen Angebot ohne vorherige Aufforderung aufwarten. Spontane Besuche sind auch dann ungewöhnlich, wenn der Vertreter sich auf einen Arbeitskollegen oder Bekannten beruft! Im Zweifelsfall sollte ein attraktiv klingendes Angebot immer einem renommierten Makler vorgelegt werden, der es objektiv beurteilen kann.
10. September 2008
Rund um den Bezug einer neuen Immobilie fallen Unmengen an Arbeit an, auch wenn der neue Wohnort ausgewählt und der Vertrag unterschrieben sind. Dabei gibt es keinen Unterschied, ob die neue Immobilie nur zur Miete oder als Eigentum bezogen wird.Zuerst einmal steht der Umzug an. Alle Habseligkeiten müssen in Kartons und Kisten verpackt und große sperrige Möbel auseinander genommen werden. Wer einen großen Hausstand hat, tut gut daran, bei verschiedenen Umzugsfirmen Angebote einzuholen und den Umzug von Fachleuten durchführen zu lassen. Dabei kann unterschieden werden, ob die Möbelpacker nur den Transport der Möbel und Kisten vom alten in das neue Domizil erledigen, oder ob auch das Einpacken der Gegenstände im Angebot enthalten ist. Viele Menschen möchten ihre Habseligkeiten lieber selber verpacken, doch sollte hier bedacht werden, dass die Umzugsfirma in diesem Fall nur begrenzt Ersatz leistet, wenn etwas kaputt geht, was der Eigentümer selber verstaut hat. Wird der komplette Umzug vom Fachpersonal übernommen, können Schäden in aller Regel geltend gemacht werden. Das Engagement von Fachpersonal hat sehr viele Vorteile. Zum einen entfallen die sehr lästigen und vor allem anstrengenden Teile des Umzugs, und man hat die Hände frei, um in der neuen Unterkunft bereits alles vorzubereiten und die eintreffenden Stücke in die richtigen Zimmer zu delegieren. Außerdem muss die alte Immobilie sauber und ordentlich übergeben werden. Wer nicht selber voll in die Ausführung des Umzugs eingespannt ist, hat Zeit für die Endreinigung und die Schlüsselübergabe.
Außerdem kann ein Umzug im darauf folgenden Jahr bei der Steuer geltend gemacht werden. Nötig dazu sind zum einen die Rechnung der Spedition, zum anderen aber auch ein Kontobeleg, der den Zahlungsverkehr bestätigt. Von einer Barzahlung sollte also abgesehen werden.
Für einen Umzug, der durch einen Arbeitsplatzwechsel bedingt ist, steht dem Arbeitnehmer ein Tag bezahlter Sonderurlaub zu. Jedoch muss der Tag des Umzugs in jedem Fall mit dem Arbeitgeber abgesprochen und von diesem genehmigt werden! An dem freien Tag sollten dann auch direkt die mit dem Umzug anfallenden Behördengänge erledigt werden. Dazu gehören das Ummelden beim Einwohnermeldeamt und das Anmelden des PKW. Darüber hinaus wird oftmals auch der Wechsel der Bank nötig. Wer sich für diese wichtigen Punkte direkt genug Zeit einräumt, beugt Stress vor und hat sie außerdem schnell erledigt.
08. September 2008
In den eigenen vier Wänden möchte man sich rundum wohl fühlen. Das betrifft nicht nur die Einrichtung und die Lage der Immobilie, sondern in besonderem Maß auch die Sicherheit, die das Gebäude vermittelt. Einbrecher wählen immer den schnellsten Weg. Wenn ein Einbruch in ein Haus nicht innerhalb sehr kurzer Zeit bewerkstelligt werden kann, lassen sie von dem Objekt ab und suchen sich ein anderes. Ziel ist also in erster Linie, das Haus so zu sichern, dass ein Einbruch viel Zeit in Anspruch nehmen würde.Eine wichtige Rolle spielt dabei die Haustür. Hier sollte es sich um eine Sicherheitstür handeln, die in sechs Klassen erhältlich sind. Bei diesen Türen wird sichergestellt, dass alle Bestandteile, also Schloss, Zarge, Klinke und Beschlag aufeinander abgestimmt und von hochwertiger Qualität sind. Dabei sollte nicht vergessen werden, dass Häuser nicht nur eine Vorder- sondern häufig auch Nebeneingangstüren haben. Auch diese sollten gesichert sein! Dabei müssen nicht immer neue Türen angeschafft werden, denn auch vorhandene können mittels Nachrüstung sehr sicher sein. Ein Austausch von Schloss und Zylinder ist jederzeit möglich. Es sollte darauf geachtet werden, dass der Zylinder über einen Bohrschutz verfügt und dazu ein Schutzbeschlag verwendet wird. Darüber hinaus kann eine Türspaltsicherung eingebaut in Form einer Kette oder eines Riegels eingebaut werden, der die Tür vorm Aufdrücken von Außen schützt.
Auch Fenster werden inzwischen mit gutem Einbruchschutz hergestellt. Natürlich können auch an diesen Fenstern die Scheiben eingeschlagen werden, da dies jedoch Lärm verursacht, sehen viele Einbrecher davon ab.
In keinem Fall sollten Fenster und Türen während einer Abwesenheit der Hausbewohner geöffnet sein. Auch geklappte Fenster bieten genug Angriffsfläche für Einbrecher! Die Türen sollten nicht nur angezogen sondern grundsätzlich abgeschlossen sein.
Für Normalhaushalte reicht eine Ausstattung mit den herkömmlichen Sicherheitsbestandteilen. Darüber hinaus kann natürlich auch eine Alarmanlage eingebaut werden, falls im Haus besondere Wertgegenstände gelagert werden oder die Bewohner sehr ängstlich sind.
Bevor eine Nach- oder Umrüstung vorgenommen wird, sollte das Gespräch mit dem Fachmann gesucht werden, denn dieser kann sinnvolle von überflüssigen Anschaffungen unterscheiden. Viele Firmen haben sich auf Sicherheitstechnik für Privatimmobilien spezialisiert und beraten ausführlich und kostenlos über alle Möglichkeiten.
07. September 2008
Denkmalgeschützte Immobilien sind derzeit stark nachgefragt. Sicherlich spielt die besondere Optik dieser alten Bauten dabei eine große Rolle, daneben jedoch ist die Anschaffung eines solchen Eigenheims auch steuerlich sehr reizvoll.Die Kosten für die Anschaffung sind bei einer Immobilie, die vor 1924 erbaut wurde, 40 Jahre lang mit je 2,5 Prozent absetzbar, bei einem Bauwerk aus den Jahren vor 1925 wahlweise auch 50 Jahre mit je 2 Prozent. Auch die Kosten für Modernisierung und Renovierung können steuerlich geltend gemacht und über acht Jahre mit je 9 Prozent abgeschrieben werden. Dabei muss der Inhaber sich nicht entscheiden, sondern kann sowohl die Anschaffungskosten als auch die Sanierungskosten bei der Steuerklärung angeben. Darüber hinaus gewähren manche Gemeinden auch Zuschüsse für die Sanierungskosten. Diese dürfen jedoch nicht steuerlich geltend gemacht werden, da eine Doppelförderung nicht zulässig ist.
Es muss jedoch beachtet werden, dass nicht alle Modernisierungsmaßnahmen abgeschrieben werden können, sondern nur die Kosten für Maßnahmen, die dem Erhalt und der Nutzbarkeit des Gebäudes dienen. Das umfasst in der Regel den Einbau von Küche und Nasszellen und den Austausch von Leitungen. An- und Umbauten dagegen gehören in der Regel nicht dazu. Außerdem steht nicht immer das gesamte Gebäude unter Denkmalschutz, es sind immer nur die Kosten absetzbar, die wirklich zur Instandhaltung des geschützten Gebäudeteils investiert wurden. Sofern also nur die Fassade denkmalgeschützt ist, werden die Kosten für Renovierungsmaßnahmen innerhalb der Immobilie nicht anerkannt. Darüber hinaus müssen bei der Denkmalschutzbehörde die erforderlichen Genehmigungen eingeholt werden, bevor die Arbeiten angegangen werden. Der Grund dafür ist die Sicherstellung, dass an einem denkmalgeschützten Bauwerk keine Maßnahmen durchgeführt werden, die dem Denkmalschutz zuwiderlaufen und die Immobilie schädigen.
Die Maßnahmen der Steuervergünstigung sollen denkmalgeschützte Immobilien für Käufer interessant machen, denn neben der Anschaffung fallen immense Kosten für Instandsetzung und -haltung an, die viele potentielle Interessenten abschrecken und die vor einem Kauf in der Rechnung Berücksichtigung finden sollten.
07. September 2008
Energie aus Windkraft gilt als sauber, platzsparend und sicher. Vor allem in windreichen Gebieten finden sich große Windparks. Die Windräder selber finden nicht alle Menschen als optisch ansprechend, dennoch wird aus Wind gewonnene Energie verstärkt nachgefragt. Nun soll Windkraft auch Strom für Privathaushalte und Unternehmen liefern. Initiiert hat diesen Trend eine britische Firma, die kleine Anlagen mit einer Kapazität zwischen sechs und fünfzig Kilowattstunden herstellt. Der deutsche Energielieferant RWE hat sich mit der Tochtergesellschaft RWE Innogy nun in dieses Unternehmen eingekauft und will die Kleinausgabe der Windräder nach Deutschland holen. Wann genau diese Möglichkeit der Stromversorgung für Privathaushalte genau erhältlich sein soll, ist noch nicht festgelegt, doch eine zeitnahe Umsetzung ist geplant.Die kleinste Ausgabe mit sechs Kilowatt liefert genug Strom, um damit ein Zweifamilienhaus zu versorgen. Inklusive Aufbau liegt der Preis für diese Ausführung derzeit bei rund 40 000 Euro, doch technische Weiterentwicklungen und vor allem die Herstellung in größeren Mengen soll den Preis in den nächsten Jahren deutlich drücken. Ziel ist es, die kleinen Windräder für den halben Preis anbieten zu können.
Das aktuelle Modell ist mit fünf Metern Höhe zu groß für die Dächer herkömmlicher Häuser. Geplant ist deshalb die Herstellung einer nur halb so großen Anlage. Die Turbinen sind anders als die großen Windräder nicht mit Flügeln, sondern mit Windbändern ausgestattet und drehen sich um sich selbst. Sie sollen überall dort eingesetzt werden, wo mangels Sonneneinstrahlung nicht auf Solarenergie zurückgegriffen werden kann. Dabei erzeugen sie nur sehr wenige Geräusche und sind somit tauglich für eine Wohnraumnahe Nutzung. Der erzeugte Strom soll in erster Linie dem Eigenverbrauch dienen, überzählig produzierte Energie kann in das örtliche Stromnetz eingespeist werden. Eine Vergütung dieser Leistung ist geplant.
Mit diesem Vorhaben wird der Markt an umweltschonender Energiegewinnung sicherlich bald um ein sehr attraktives Angebot reicher sein.
07. September 2008
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