Im Kauf oder Bau einer Immobilie ist immer auch ein bisschen der Gedanke an einen Neuanfang enthalten. Nicht wenige Menschen entscheiden sich deshalb dazu, nicht nur das Gebäude zu wechseln, sondern auch die Einrichtung bis auf wenige geliebte Stücke auszutauschen. Damit wird ein komplett neues Umfeld geschaffen. Es ist jedoch nicht immer einfach, die neuen Wohnräume passend einzurichten, schließlich sollen die Möbel zusammen- und in die Zimmer hineinpassen. Aus diesem Grund engagieren viele Immobilienbesitzer Innenarchitekten, die mit ihnen gemeinsam ein komplettes Wohnkonzept ausarbeiten und die Farben und Formen der neuen Einrichtung festlegen. Dabei sollen die verwendeten Textilien und Farben und auch die Beleuchtung das Wohlbefinden der in den Zimmern lebenden Personen widerspiegeln und unterstützen, damit das Heim zu einem wirklichen Ruhepol wird.Die Zusammenarbeit beginnt deshalb mit einem ausführlichen Gespräch, um die Vorlieben und Abneigungen des Kunden herauszufinden. Auf dieser Grundlage erarbeitet der Innenarchitekt dann verschiedene Vorschläge, wie die einzelnen Räume gestaltet werden könnten. Der Kunde kann aus diesen Vorschlägen einen auswählen oder aber einzelne Fragmente der verschiedenen Konzepte zu einem neuen Entwurf zusammenfügen. Auf dieser Grundlage werden dann die Möbel, Wandfarben und Accessoires ausgewählt und gekauft. Wahlweise kann der Architekt den Einkauf alleine tätigen oder gemeinsam mit dem Kunden. Sofern der Innenarchitekt alleine mit der letztlichen Auswahl betraut wird, sollte eine genaue Absprache bezüglich des Kostenrahmens vorgenommen werden.
Innenarchitekten betreuen vor allem Geschäftskunden und richten öffentliche Gebäude, Büroräume, Hotels oder Kulturbauten ein. Privatimmobilien werden in der Regel nur dann von Innenarchitekten eingerichtet, wenn es sich um Luxusobjekte handelt. Dennoch engagieren inzwischen vermehrt auch Normalbürger eine solche Hilfe für den Innenausbau und die Einrichtung. Wer sich dafür entscheidet, sollte mit den Architekten eine schriftliche Absprache bezüglich seines Honorars treffen, denn in der Regel werden diese nicht pauschal sondern nach einem Stundensatz bezahlt. Schnell ist dann das eigentlich veranschlagte Budget überschritten. Außerdem sollte im Voraus bedacht werden, dass die Kompletteinrichtung einer Immobilie durch einen Fremden wenig Platz für Persönlichkeit lässt und möglicherweise bei einem Aufenthalt in der Immobilie das Gefühl entsteht, als befände man sich in einem fremden Haus.
03. September 2008
Im Zuge des Umweltschutz und der Ausrichtung auf erneuerbare Energien geht auch beim Hausbau der Trend in Richtung ganzheitlichem Bau. Bei ökologischen Bauwerken wird viel Wert auf die verwendeten Materialien gelegt, die möglichst naturbelassen und umweltverträglich sein sollen. Eine ganz besonders naturnahe Möglichkeit des Wohnens bieten sogenannte Blockhäuser, die aus ganzen Baumstämmen oder behauenen Balken errichtet werden. Dabei sollen die verwendeten Hölzer möglichst massiv und gleichmäßig gewachsen sein, damit der Bau gerade und lange haltbar ist.Blockhäuser werden für jeden Zweck errichtet, gerne finden sie Verwendung als Garten- oder Ferienhaus, doch auch als Wohnhaus werden Blockhäuser inzwischen vermehrt nachgefragt. Viele Firmen haben sich auf die Herstellung dieser Häuser spezialisiert und bieten viele Varianten hinsichtlich Form und Größe an.
Auch wenn ein Blockhaus von außen seht rustikal wirkt, von innen sind sie wie andere Immobilien auch auf dem neuesten Stand hinsichtlich Dämmung und Heizung. Wer sich für ein Blockhaus entscheidet, muss nicht auf eine hervorragende Dämmung und Energiebilanz verzichten. Sowohl die Bodenplatte als auch der Rest des Hauses können mit nahezu jedem Material gedämmt werden, darüber hinaus können auch bei einem Blockhaus alle gängigen Türen und Fenster Verwendung finden. Trotz der Verwendung von Holz ist jedes Heizsystem integrierbar, auf einen Kaminofen muss also bei entsprechenden Sicherheitsmaßnahmen nicht verzichtet werden. Die Lebensdauer moderner Holzhäuser ist bei einem normalen Pflegeverhalten genauso hoch wie die eines Massivhauses und liegt bei rund 100 Jahren und mehr.
Ein großer Vorteil der Blockhäuser ist der schnelle und unkomplizierte Aufbau. Viele Holzhäuser werden entsprechend als Fertighaus auch zum Selbstbau hergestellt. Wie bei allen Fertighäusern muss vor Anlieferung die Bodenplatte gegossen und gegebenenfalls der Keller fertig ausgebaut sein. Der Aufbau der äußeren, aus Holzbohlen bestehenden Wand ist schnell erledigt, da sie einzelnen Stämme oder Bohlen nur noch ineinander gefügt werden müssen. Dabei ist nicht einmal die Verwendung von Nägeln notwendig, da die einzelnen Stämme an den Ecken je nach Bauweise verzinkt oder verkämmt werden. Da das Holz über die Jahre arbeitet und sich immer wieder etwas verformt, passen sich die Teile optimal aneinander an. Da Holz anders als Stein und Zement atmungsaktiv ist, entsteht in Blockhäusern ein sehr angenehmes Raumklima. Bei ausreichender Belüftung kommt es nur in ganz seltenen Fällen zu Schimmelbildung in den Räumen, da die Feuchtigkeit der Luft sowohl von innen nach außen als auch in die andere Richtung weitergegeben wird. Neue Studien haben ergeben, dass Blockhäuser außerdem besonders gut für Allergiker geeignet sind, da das Holz aufgrund seiner elektrostatischen Wirkung der Verteilung von Staub in den Räumen entgegenwirkt.
Der Innenausbau kann wie bei Massivhäusern ganz frei vorgenommen werden, von rustikal mit viel Holz oder ganz modern bleibt dem Geschmack des Eigentümers überlassen.
03. September 2008