Tagesarchiv für den 27. September 2008

Die Dämmung macht`s

In Anbetracht der hohen und immer weiter steigenden Kosten für Energie versuchen Immobilienbesitzer vermehrt, über die richtige Dämmung des Hauses Heizkosten einzusparen. Wie wichtig eine vollständige Isolierung dafür ist, zeigen Niedrigenergie- und Passivhäuser, denn diese kommen aufgrund optimaler Wärmedämmung nahezu ohne aktive Beheizung aus. Auch Altbauten können ohne großen Aufwand mit den richtigen Materialien so isoliert werden, dass große Einsparungen bei den Heizkosten möglich sind. Jedoch sollte darauf geachtet werden, dass für die jeweiligen Bereiche auch auf die richtigen Materialien zurückgegriffen wird.Sehr wichtig für eine umfassende Wärmedämmung sind gut isolierte Fenster und Türen. Gerade in Altbauten entstehen hier Kältebrücken nach draußen, über die sehr viel Energie verloren geht. Auch eine Dämmung des Daches mittels Mineralwolle oder Zelluloseflocken sichert eine günstige Energiebilanz. Da warme Luft nach oben steigt, sollte sichergestellt werden, dass ein unbeheizter Dachboden gut gegen den Rest der -beheizten- Wohnung abgeschlossen ist, da sonst die Wärme schnell über die große Dachfläche entweichen kann. Bei nicht ausgebauten und nicht bewohnten Dachgeschossen kann mittels Dämmstoffmatten eine gute Wärmebarriere erzielt werden.

Bei nachträglicher Dämmung an Altbauten stellt eine nachträgliche Isolierung der Kellerräume die größte Schwierigkeit dar. Diese sollte im Idealfall von außen an der Wand angebracht und lückenlos mit der Dämmung der restlichen Fassade verbunden werden. Dazu muss an allen erreichbaren Stellen rund um das Haus das Erdreich bis zur Tiefe des Kellers ausgehoben werden. Die Materialien Schaumglas und XPS-Matten eignen sich für die Dämmung besonders, da diese Feuchtigkeitsresistent sind und nicht verrotten. Über die Außendämmung der Kellerräume wird nicht nur das Entweichen von Wärme verhindert, sondern zusätzlich dem Eindringen von Feuchtigkeit entgegengewirkt.

Sehr wichtig ist, dass bei der Dämmung keine Lücken entstehen. Deshalb sollten alle Außenbereiche der Immobilie gedämmt werden. An Fassaden aus Klinker oder Fachwerk kann keine Außendämmung angebracht werden und es muss auf eine Innenwanddämmung zurückgegriffen werden. Diese kann wahlweise über Platten aus verschiedenen Materialien oder über ein Ständerwerk umgesetzt werden.

Viele der Möglichkeiten zur Dämmung können von handwerklich geschickten Immobilienbesitzern selber angebracht werden. Für eine Außendämmung bei mehrstöckigen Häusern ist jedoch in jedem Fall ein Baugerüst notwendig. Die Höhe erschwert das Anbringen der Dämmstoffe ungemein, sodass gerade hierfür viele gerne auf Facharbeiter zurückgreifen.

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Der Energiepass für Immobilien

Seit Mitte des Jahres müssen Eigentümer von Immobilien, die diese verkaufen oder vermieten möchten, einen Energiepass für ihr Objekt vorlegen können. Energiepässe gibt es in zwei verschiedenen Ausführungen. Der kleinere Energiepass bezieht sich auf die Energiekosten der letzten drei Jahre und bietet dem potentiellen Mieter oder Käufer lediglich eine Möglichkeit, sich über den Verbrauch zu informieren. Der größere Energiepass ist die bedarfsorientierte Ausführung. Anhand von Eckdaten der Immobilie und Vergleichswerten ähnlicher Objekte wird errechnet, wie viel Energie das Haus verbrauchen sollte. Der aktuelle Verbrauch kann einen Aufschluss über den Zustand der Immobilie und des Heizsystems geben und so auf mögliche Lücken hinweisen. Im Idealfall sollte der Energieausweis von Fachleuten ausgestellt werden, die das Objekt anhand der zugehörigen Unterlagen und auch einer persönlichen Begehung beurteilen. Energiepässe aus dem Internet besitzen nicht die gleiche Aussagekraft und sollten besser nicht bezogen werden! Personen, die einen Energieausweis ausstellen dürfen, sind zum Beispiel Architekten, Energieberater, Bauingenieure oder auch der Schornsteinfeger, sofern eine entsprechende Qualifikation vorliegt. Diese kann mittels einer einschlägigen Fortbildung erworben werden. Für die Erstellung eines Energieausweises fallen je nach Größe der Immobilie und gewünschter Ausweisart Kosten in variabler Höhe an. Für den bedarfsorientierten Ausweis liegt der Preis bei rund 200 bis 300 Euro, jedoch kann im Einzelfall mit dem Berater auch verhandelt werden.Da Neubauten hinsichtlich ihrer Energiebilanz grundsätzlich gesetzlichen Anforderungen genügen müssen, benötigen diese keinen extra Energieausweis. Jedoch kann es trotzdem sinnvoll sein, einen solchen Pass zu haben, vor allem dann, wenn die Immobilie vermietet werden soll. Jeder Mieter hat das Anrecht darauf, vom Vermieter einen Energieausweis vorgelegt zu bekommen. Spätestens in diesem Fall, muss ein Energieausweis beauftragt werden. Für Objekte, die mehrere Wohnungen aufweisen und damit meist für die Vermietung vorgesehen sind, wurde das Datum der Ausweispflicht gestaffelt. So müssen Altbauten, die vor 1965 errichtet wurden, seit dem 01. Juli diesen Jahres einen Ausweis vorlegen können, Gebäude, die nach 1978 erbaut wurden, erst ab dem 01. Januar des kommenden Jahres. Für Objekte, die nur als Eigenbedarf genutzt werden, muss kein Energieausweis vorhanden sein.

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