Monatsarchiv für September, 2008
Vor dem Bau oder dem Erwerb einer Immobilie steht immer eine Menge Planung. Vor allem die Frage der Finanzierung muss vor dem Start geklärt sein. Angebote gibt es unzählige, es muss also durchaus Zeit in die Auswahl des richtigen investiert werden.Dabei sollte nicht nur auf den Zinssatz geachtet werden, denn bei manchen Anbietern fallen für den Bearbeiter nicht unerhebliche zusätzliche Kosten an. Andere Banken dagegen werben mit einem All-inclusive-Angebot, dafür ist jedoch der Tilgungssatz höher angelegt. Um den richtigen Partner für die Finanzierung zu finden hilft nur eins: Rechnen. Im Internet gibt es verschiedene Angebotsrechner, die einen ersten Vergleich liefern und somit eine Vorauswahl unterstützen können. Dennoch sollte für die endgültige Entscheidung eine eigene Kostenrechnung durchgeführt werden.
Für einen objektiven Vergleich müssen neben der Darlehenssumme, die gleich sein muss, die monatlichen Raten und die Restschuld miteinander verglichen werden. Die monatlich zu leistende Rückzahlung sollte ein fester Betrag sein, damit dieser Posten in den eigenen Kalkulationen gut eingeplant werden kann. Das Angebot zu einer variablen Rückzahlung ist nicht seriös! Die Höhe der Rate errechnet sich aus der Tilgungshöhe und dem Zins. Je höher der Zins ist, desto höher ist demnach auch der monatlich zu leistende Betrag. Für einen geringeren Betrag kann die Höhe der Tilgung reduziert werden, dadurch verlängern sich jedoch die Laufzeit und damit insgesamt die Kosten. Nach Ablauf der Finanzierung bleibt die Restschuld bestehen. An deren Höhe kann ein gutes Angebot erkannt werden, denn die Unterschiede zwischen den einzelnen Anbietern können durchaus mehrere hundert Euro betragen- trotz in etwa gleicher monatlicher Tilgungsrate.
Genaues Hinsehen und Durchrechnen kann also ein gutes von einem weniger guten Angebot trennen. Unabhängig von der eigenen Recherche sollte man sich bei seiner Hausbank ein ganz individuelles Finanzierungsangebot vorlegen lassen. Im Zweifelsfall ist auch bei kleinen preislichen Differenzen eine Bank mit einem bekannten Berater einer Internetbank mit reinem Telefonservice vorzuziehen.
06. September 2008
Nicht alle Menschen haben das Glück, ein eigenes freistehendes Haus ganz allein mit der Familie zu bewohnen. Viele wohnen zur Miete in einer Wohnung und müssen sich Tag für Tag mit Nachbarn auseinander setzen. In den meisten Fällen gestaltet sich das Zusammenleben friedlich und harmonisch, trotzdem kann es immer wieder zu Streitigkeiten kommen. Der eine hört vielleicht zu spät noch laute Musik, der andere stellt sein Fahrrad im Flur ab- Kleinigkeiten, die des Nachbarn Geduld auf eine Probe stellen. Wie sich jeder Hausbewohner zu verhalten hat, was erlaubt ist und was vermieden werden sollte regelt die Hausordnung.Die Hausordnung regelt das Zusammenleben der Mietparteien in einem Wohngebäude. Wichtige Punkte sind hier die Aufteilung der Reinigungspflicht, die Nutzung der gemeinschaftlichen Räume wie einem Waschkeller und die Festlegung der Ruhezeiten. Auch die Beseitigung von Schnee, Eis oder Laub vor dem Haus auf dem Gehsteig wird in der Hausordnung geregelt. Daneben wird auch festgehalten, in welcher Form der gemeinsame Flur genutzt werden darf. Vor allem Aspekte der Sicherheit spielen hier eine wichtige Rolle, denn der Flur dient als Flucht- und Rettungsweg und sollte deshalb grundsätzlich freigehalten werden. In den meisten Mehrparteienhäusern ist damit das Abstellen von Fahrrädern, Kinderwagen und anderen sperrigen Objekten untersagt. Im Einzelfall können Absprachen untereinander jedoch Ärger vorbeugen und Ausnahmen gewähren.
Viele Hausordnungen regeln darüber hinaus auch den Umgang mit Haustieren, sofern diese in den Mietwohnungen gehalten werden dürfen.
In Privathäusern müssen Hausordnungen rechtlich nicht ausgehangen werden, dennoch ist jeder Mieter verpflichtet, sie zu kennen und zu befolgen. Zuwiderhandlungen werden abgemahnt, wiederholte Verletzung kann sogar zur Kündigung des Mietverhältnisses führen.
Sofern die Hausordnung Bestandteil des Mietvertrags ist, kann der Vermieter Änderungen nur nach Absprache und mit Einverständnis der Mieter vornehmen. Ist die Hausordnung dagegen nicht Teil des Vertrages, können Änderungen ohne Absprache vorgenommen werden. Die Mieter müssen dann nur über diese informiert werden.
06. September 2008
Im Kauf oder Bau einer Immobilie ist immer auch ein bisschen der Gedanke an einen Neuanfang enthalten. Nicht wenige Menschen entscheiden sich deshalb dazu, nicht nur das Gebäude zu wechseln, sondern auch die Einrichtung bis auf wenige geliebte Stücke auszutauschen. Damit wird ein komplett neues Umfeld geschaffen. Es ist jedoch nicht immer einfach, die neuen Wohnräume passend einzurichten, schließlich sollen die Möbel zusammen- und in die Zimmer hineinpassen. Aus diesem Grund engagieren viele Immobilienbesitzer Innenarchitekten, die mit ihnen gemeinsam ein komplettes Wohnkonzept ausarbeiten und die Farben und Formen der neuen Einrichtung festlegen. Dabei sollen die verwendeten Textilien und Farben und auch die Beleuchtung das Wohlbefinden der in den Zimmern lebenden Personen widerspiegeln und unterstützen, damit das Heim zu einem wirklichen Ruhepol wird.Die Zusammenarbeit beginnt deshalb mit einem ausführlichen Gespräch, um die Vorlieben und Abneigungen des Kunden herauszufinden. Auf dieser Grundlage erarbeitet der Innenarchitekt dann verschiedene Vorschläge, wie die einzelnen Räume gestaltet werden könnten. Der Kunde kann aus diesen Vorschlägen einen auswählen oder aber einzelne Fragmente der verschiedenen Konzepte zu einem neuen Entwurf zusammenfügen. Auf dieser Grundlage werden dann die Möbel, Wandfarben und Accessoires ausgewählt und gekauft. Wahlweise kann der Architekt den Einkauf alleine tätigen oder gemeinsam mit dem Kunden. Sofern der Innenarchitekt alleine mit der letztlichen Auswahl betraut wird, sollte eine genaue Absprache bezüglich des Kostenrahmens vorgenommen werden.
Innenarchitekten betreuen vor allem Geschäftskunden und richten öffentliche Gebäude, Büroräume, Hotels oder Kulturbauten ein. Privatimmobilien werden in der Regel nur dann von Innenarchitekten eingerichtet, wenn es sich um Luxusobjekte handelt. Dennoch engagieren inzwischen vermehrt auch Normalbürger eine solche Hilfe für den Innenausbau und die Einrichtung. Wer sich dafür entscheidet, sollte mit den Architekten eine schriftliche Absprache bezüglich seines Honorars treffen, denn in der Regel werden diese nicht pauschal sondern nach einem Stundensatz bezahlt. Schnell ist dann das eigentlich veranschlagte Budget überschritten. Außerdem sollte im Voraus bedacht werden, dass die Kompletteinrichtung einer Immobilie durch einen Fremden wenig Platz für Persönlichkeit lässt und möglicherweise bei einem Aufenthalt in der Immobilie das Gefühl entsteht, als befände man sich in einem fremden Haus.
03. September 2008
Im Zuge des Umweltschutz und der Ausrichtung auf erneuerbare Energien geht auch beim Hausbau der Trend in Richtung ganzheitlichem Bau. Bei ökologischen Bauwerken wird viel Wert auf die verwendeten Materialien gelegt, die möglichst naturbelassen und umweltverträglich sein sollen. Eine ganz besonders naturnahe Möglichkeit des Wohnens bieten sogenannte Blockhäuser, die aus ganzen Baumstämmen oder behauenen Balken errichtet werden. Dabei sollen die verwendeten Hölzer möglichst massiv und gleichmäßig gewachsen sein, damit der Bau gerade und lange haltbar ist.Blockhäuser werden für jeden Zweck errichtet, gerne finden sie Verwendung als Garten- oder Ferienhaus, doch auch als Wohnhaus werden Blockhäuser inzwischen vermehrt nachgefragt. Viele Firmen haben sich auf die Herstellung dieser Häuser spezialisiert und bieten viele Varianten hinsichtlich Form und Größe an.
Auch wenn ein Blockhaus von außen seht rustikal wirkt, von innen sind sie wie andere Immobilien auch auf dem neuesten Stand hinsichtlich Dämmung und Heizung. Wer sich für ein Blockhaus entscheidet, muss nicht auf eine hervorragende Dämmung und Energiebilanz verzichten. Sowohl die Bodenplatte als auch der Rest des Hauses können mit nahezu jedem Material gedämmt werden, darüber hinaus können auch bei einem Blockhaus alle gängigen Türen und Fenster Verwendung finden. Trotz der Verwendung von Holz ist jedes Heizsystem integrierbar, auf einen Kaminofen muss also bei entsprechenden Sicherheitsmaßnahmen nicht verzichtet werden. Die Lebensdauer moderner Holzhäuser ist bei einem normalen Pflegeverhalten genauso hoch wie die eines Massivhauses und liegt bei rund 100 Jahren und mehr.
Ein großer Vorteil der Blockhäuser ist der schnelle und unkomplizierte Aufbau. Viele Holzhäuser werden entsprechend als Fertighaus auch zum Selbstbau hergestellt. Wie bei allen Fertighäusern muss vor Anlieferung die Bodenplatte gegossen und gegebenenfalls der Keller fertig ausgebaut sein. Der Aufbau der äußeren, aus Holzbohlen bestehenden Wand ist schnell erledigt, da sie einzelnen Stämme oder Bohlen nur noch ineinander gefügt werden müssen. Dabei ist nicht einmal die Verwendung von Nägeln notwendig, da die einzelnen Stämme an den Ecken je nach Bauweise verzinkt oder verkämmt werden. Da das Holz über die Jahre arbeitet und sich immer wieder etwas verformt, passen sich die Teile optimal aneinander an. Da Holz anders als Stein und Zement atmungsaktiv ist, entsteht in Blockhäusern ein sehr angenehmes Raumklima. Bei ausreichender Belüftung kommt es nur in ganz seltenen Fällen zu Schimmelbildung in den Räumen, da die Feuchtigkeit der Luft sowohl von innen nach außen als auch in die andere Richtung weitergegeben wird. Neue Studien haben ergeben, dass Blockhäuser außerdem besonders gut für Allergiker geeignet sind, da das Holz aufgrund seiner elektrostatischen Wirkung der Verteilung von Staub in den Räumen entgegenwirkt.
Der Innenausbau kann wie bei Massivhäusern ganz frei vorgenommen werden, von rustikal mit viel Holz oder ganz modern bleibt dem Geschmack des Eigentümers überlassen.
03. September 2008
Ein großer Teil der angebotenen Immobilien gehört zu den sogenannten Gewerbeimmobilien, also Objekten, die gewerblich von Firmen genutzt werden.
Eine eigene Immobilie benötigt viel Kapital, vor allem an einem stark nachgefragten Standort. Außerdem entwickeln sich viele Firmen hinsichtlich der Größe und damit der Mitarbeiterzahl häufig weiter, wodurch ein Umzug in ein größeres Objekt nötig wird. Gehört die Immobilie der Firma, ist ein Umzug nicht einfach zu realisieren. Deshalb leasen die meisten Unternehmen die genutzten Räumlichkeiten, so bleibt das Kapital flexibel. Der Leasingvertrag legt die Länge der Nutzung fest, die monatlich anfallenden Kosten bleiben dabei konstant. Dadurch kann das Unternehmen die monatlichen Ausgaben sicher einplanen, außerdem können sie als Betriebsausgaben abgeschrieben werden.
Die Formen des Leasings sind dabei unterschiedlich. So kann ein Unternehmen mit einer Leasingfirma einen Vertrag abschließen, der den Neubau einer speziell auf die Ansprüche des Unternehmens zugeschnittenen Immobilie beinhaltet. Diese wird nach Fertigstellung über einen festgelegten Zeitraum geleast und im Anschluss vom Unternehmen, das den Bau beauftragt hat, gekauft. Dieses Neubauleasing entlastet das leasende Unternehmen, da die Kosten für den Bau nicht direkt anfallen sondern über die Leasingraten und den abschließenden Restkaufpreis gestaffelt sind.
Eine andere Variante ist das Konzept des sale-and-lease-back. Ein Unternehmen kann seine Immobilie an ein Leasingunternehmen verkaufen und dadurch einen finanziellen Engpass überbrücken. Gleichzeitig mit dem Kaufvertrag wird ein Leasingvertrag aufgesetzt, der dem Unternehmen weiterhin die Nutzung der Räumlichkeiten zusichert. Weiter kann direkt die Rückkaufoption festgelegt werden.
Die Laufzeiten der Verträge sind variabel, doch meist sind sie sehr langfristig angelegt. Viele Unternehmen sichern sich ein Kündigungsrecht, da nicht immer vorhergesehen werden kann, ob die Firma an dem Standort bleibt, und gerade neu gegründete Unternehmen können die Entwicklung nicht vorhersagen.
Immobilienleasing bietet sich durch die Flexibilität nicht nur für große Unternehmen an, und mittlerweile greifen auch Mittelständische Unternehmen und auch der Einzelhandel darauf zurück. Inzwischen sind in Deutschland Objekte in einem Wert von über 200 Milliarden Euro verleast, der Trend geht aufwärts.
01. September 2008
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