Monatsarchiv für Dezember, 2008
Das Traumhaus wird in der Regel passend zu der Größe der Familie gekauft. Für jedes Kind steht ein eigenes Zimmer zur Verfügung, außerdem bietet ein großer Garten Platz für Spiele und der Keller genug Stauraum für gesammeltes Spielzeug und Möbelstücke. Sobald die Kinder jedoch das Elternhaus verlassen und selbständig werden, ist das Eigenheim zu groß. Mit zunehmendem Alter fällt es immer schwerer, die Räume sauber zu halten und den Garten zu pflegen. Nach dem Auszug der Kinder suchen viele Paare deshalb ein kleineres Haus, das sie mit Leben füllen können.Alternativ dazu bietet sich häufig auch ein Umbau des vorhandenen Objekts an. Das Obergeschoss kann zu einer Einliegerwohnung umgewandelt werden, die vermietet werden kann. Ja nach Gegebenheiten sind die Aufwendungen dazu gar nicht so groß. Sofern an die Haustür direkt ein Treppenhaus anschließt, ist ein zweiter Eingang nicht einmal zwingend notwendig. Da vor allem neue Immobilien auf beiden Etagen über gut ausgestattete Bäder verfügen, ist auch diesbezüglich kein Umbau notwendig. Lediglich die nötigen Leitungen für die Küche müssen damit verlegt werden. Ob die zukünftige Mietwohnung direkt mit einer Einbauküche ausgestattet wird oder ob dies dem Mieter überlassen bleibt, kann von Fall zu Fall entschieden werden. Viele Mieter besitzen eine eigene Küche und sind froh, wenn sie diese mitnehmen können. Der Fliesenspiegel kann dann passend zur Küche in wenigen Stunden angebracht werden.
Schwierigkeiten bereitet dagegen häufig die Nutzung des Gartens. Dieser liegt meist hinter dem Haus und hat sich über viele Jahre zu einem Rückzugsort entwickelt. Diesen mit den Mietern zu teilen fällt häufig schwer. Je nach Lage und Gestaltung bietet ein Vorgarten den Mietern genug Platz und Abgeschiedenheit, vielleicht verfügt der obere Stock auch über einen Balkon. Eine Wohnung mit diesen Annehmlichkeiten ist leichter zu vermieten, außerdem kann ein höherer Mietpreis veranschlagt werden.
Wer sich für einen Umbau entscheidet, kann den Aufwand eines Umzugs umgehen. Außerdem ist es auf diese Weise nicht nötig, das gewohnte Umfeld zu verlassen. Andererseits ist es nicht einfach, fremde Menschen im eigenen Haus zu akzeptieren, oftmals dauert es einige Zeit, bis sich die Besitzer mit den neuen Verhältnissen arrangieren können. Darüber hinaus fallen einige Behördengänge an, wenn ein Teil des Hauses vermietet wird.
Ob ein Umbau mit anschließender Teilvermietung in Frage kommt, sollte demnach gut überdacht werden.
31. Dezember 2008
Gaskunden frohlocken- bereits jetzt kündigen verschiedene Gasversorger für 2009 Rückzahlungen in mehrstelliger Millionenhöhe an die Verbraucher an. Grundlage für die Entschädigungen ist eine Überprüfung des Kartellamts, das es sich derzeit zur Aufgabe macht, die Höhe der Gaspreise des laufenden Jahres zu überprüfen. Basierend auf einer Änderung des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkung darf das Kartellamt nun vermehrt Einblick in die Preisstruktur der Gasanbieter nehmen. Noch bis vor wenigen Monaten mussten die Verbraucher zu hohe Preise selber belegen- ein aussichtsloses Unterfangen. Mit der Einführung des neuen Paragrafen wird nun der Verbraucherschutz groß geschrieben.Das Kartellamt bemüht sich, das Missbrauchsverfahren bis zum Jahreswechsel abzuschließen. Obwohl noch nicht alle Zahlen abschließend überprüft werden konnten, willigten fast 30 Anbieter bereits in Rückzahlungen ein. Zu den einsichtigen Unternehmen gehören mehrere regionale Versorger von E.on, außerdem die Stadtwerke Düsseldorf und die RheinEnergie AG Köln. Die Rückzahlungen werden den Gaskunden mit der nächsten Gasrechnung gutgeschrieben, in Einzelfällen wollen Versorger stattdessen auf eine geplante Preiserhöhung verzichten. Rund 50 Euro sollen die Kunden auf diesem Weg erstattet bekommen, vereinzelt kann die Rückzahlung auch deutlich höher ausfallen. Die RWE handelte mit dem Kartellamt eine Sonderregelung aus: gegen eine deutliche Senkung der Gaspreise wird das Verfahren gegen die vier Tochterfirmen eingestellt. Darüber hinaus verzichten die betroffenen Gasanbieter auf die Weitergabe von gestiegenen Bezugskosten, die sonst auf die Verbraucher umgelegt wurden.
Betroffen sind im gesamten Bundesgebiet 3,5 Millionen Kunden. Sobald neue Verdachtsfälle vorliegen, wird das Kartellamt neue Untersuchungen einleiten. Die Gasversorger unterliegen demnach einer verstärkten Kontrolle.
Dennoch werden teils große Preisschwankungen nicht ausbleiben. Derzeit sind die Gaspreise sehr hoch. Dies ist eine direkte, wenngleich verzögerte Folge der hohen Ölpreise der Sommermonate. Gas- und Ölpreis sind aneinander gekoppelt, jedoch folgt die Angleichung des Gaspreises etwa ein halbes Jahr später. Etwa im März können Gaskunden demnach mit einer deutlichen Senkung der Kosten rechnen.
29. Dezember 2008
Der Verbraucherschutz attestiert den neuen Riester – Krediten, dass sie sich für Bauherren durchaus eignen. Allerdings waren sie vor übereilten Entscheidungen.Die Möglichkeit, künftig die Riester – Förderung auch für den Bau eines Eigenheims einsetzen zu können, nährt die Hoffnung, dass bald wieder mehr Familien den Schritt wagen und zum Bauherren werden. Jedoch sind auf dem Markt inzwischen ein Vielzahl von Angeboten, die die Riester – Förderung auf unterschiedliche Weise für einen Immobilienkredit einsetzen. Welcher Vertrag der richtige für die individuellen Bedürfnisse ist, kann der Laie nicht ohne weiteres ausmachen. Bevor man deshalb eine übereilte Entscheidung trifft, sollte man sich gründlich über die Wohn – Riester – Förderung informieren und nicht kurz vor Jahresende einen beliebigen Vertrag unterzeichnen.
Gefördert wird mit Riester sowohl die klassische Altersvorsorge wie Sparpläne und auch Rentenversicherungsverträge, seit neustem aber auch Immobilienkredite und Bausparverträge, sofern sie ein entsprechendes Zertifikat vorweisen können. So erhält man neben den aus der Grundförderung bestehenden staatlichen Zahlungen auch steuerliche Vergünstigungen. Das jedoch nur dann, wenn man sein Eigenheim frühestens im letzten Jahr erworben oder bezogen hat.
Bis jetzt sind es nicht allzu viele Banken, die zertifizierte Immobilienkredite mit Riester – Förderung anbieten. Bei diesem Finanzierungsinstrument werden die üblichen Förderungen direkt zur Tilgung des Darlehens verwandt. Das ist finanziell ein gutes Geschäft, da man so erhebliche Zinsen einspart und den Kredit so insgesamt schneller tilgen kann.
Riester – Bausparverträge sind schon in größerer Auswahl im Angebot. Der Unterschied zu einem normalen Bausparvertrag besteht darin, dass man die Abschlussgebühr nicht im ersten Jahr zahlt, sondern sie wird auf fünf Jahre aufgeteilt. Bei den Rieser – Bausparverträgen werden bereits die Sparleistungen gefördert und auch die Tilgung, wenn man den Bausparkredit für ein selbst genutztes Eigenheim verwendet.
Wer bereits einen Riester – Vertrag hat, zum Beispiel einen Fondsparplan, kann dieses Kapital ebenfalls zum Bauen verwenden. Das gesparte Geld kann inklusive der Förderung als Eigenkapital eingesetzt werden. So fällt der Immobilienkredit geringer aus und man spart Zinszahlungen.
26. Dezember 2008
Viele Haushalte setzen schon seit Jahren auf Energiesparlampen. Auf das gesamte Jahr gerechnet, benötigt jeder Haushalt rund drei Stunden künstliches Licht am Tag. Die längeren Leuchtzeiten im Winter werden durch kürzere im Sommer ausgeglichen. Gegenüber herkömmlichen Glühlampen können Energiesparbirnen mehr Strom in Licht verwandeln. 25 Prozent des verbrauchten Stroms werden in Helligkeit umgesetzt, eine herkömmliche Birne kommt nur auf fünf Prozent. Lediglich die höheren Kosten für eine Sparlampe schrecken die Verbraucher noch ab, doch die lange Lebensdauer lohnt die Anschaffung.Diese Vorteile haben nun das Ende der altbewährten Leuchtmittel eingeläutet. Bereits im Herbst 2009 sollen Glühlampen mit mehr als 100 Watt nicht mehr verkäuflich sein, etwa ein halbes Jahr später folgen die Glühlampen mit weniger Leuchtkraft. Vor allem der Aspekt des Energieverbrauchs stand für diese Entscheidung im Vordergrund. Eine lückenlose Umstellung aller Haushalte könnte eine enorme Ersparnis an Energie einbringen- und damit auch die Umweltbelastung senken. Die Energiesparlampen selber schaden der Umwelt überdies auch nicht, zumindest sofern sie ordnungsgemäß entsorgt werden. Eine Energiesparlampe sollte im Idealfall bei einer örtlichen Sammelstelle abgegeben werden, manche Gemeinden gestatten auch die Entsorgung über den Hausmüll. Für den Verbraucher entstehen dabei keine Kosten.
Dass auch die Privathaushalte von der Umstellung auf Energiesparlampen profitieren können, ist von großer Wichtigkeit. Bei einem durchschnittlichen Leuchtverhalten könnte jeder Haushalt rund 50 Euro im Jahr durch konsequente Nutzung der Energiesparlampen einsparen.
Mit der Verordnung geht jedoch erst einmal keine Pflicht der Umrüstung einher. Die Bürger müssen keine Kontrollen fürchten. Der Wechsel von herkömmlichen Lampen auf Energiesparbirnen wird sich über die Zeit von alleine vollziehen, denn der Verkauf von Glühbirnen wird komplett eingestellt. Ersatz für eine durchgebrannte Birne gibt es demnach nur noch in energiesparender und umweltschonender Form. Der Beschluss gilt übrigens nicht allein für Privathaushalte- auch Straßenlaternen, Büro- und Fabrikgebäude werden umgestellt.
Der endgültige Beschluss zur Umstellung soll im Frühjahr 2009 durchgesetzt werden. So lange haben das Europa-Parlament und die EU-Staaten Zeit, berechtigte Einwände gegen das Konzept vorzubringen.
22. Dezember 2008
Bauherren stehen bei der Planung ihres Eigenheims vor vielen Entscheidungen. Die für oder gegen einen Keller ist eine davon, und sie sollte mit Bedacht getroffen werden.Ein Keller erhöht die Kosten für die Immobilie deutlich, jedoch steigt der Wert des Objekts dadurch ganz beträchtlich an. Wer die Möglichkeit nicht ausschließt, die Immobilie zu einem späteren Zeitpunkt wieder zu verkaufen, sollte den Mehraufwand deshalb besser in Kauf nehmen. Ein Objekt mit Keller verkauft sich schneller und leichter und erzielt einen höheren Preis. Fällt die Entscheidung gegen den Keller, sollten Ersatzräume zur Verfügung stehen, in denen Gegenstände gelagert werden können, die nicht stetig genutzt werden. Gartenmöbel, Gartengeräte und gegebenenfalls die Tiefkühltruhe oder die Waschmaschine müssen untergebracht werden. Hierfür bieten sich zusätzliche Abstellräume an der Garage oder ein entsprechender Anbau an, für die jedoch ebenfalls Kosten anfallen. Außerdem erfordert die Bodenplatte bei einer Immobilie ohne Keller mehr Arbeit. Damit diese frostsicher ist, müssen Fundamentgräben gegossen werden, die im Idealfall einen Meter in den Boden reichen. Über die Gräben wird dann die Bodenplatte gegossen, die einige Tage aushärten muss, bevor mit dem weiteren Bau fortgefahren wird. Für eine Bodenplatte für eine Immobilie ohne Keller müssen etwa zehntausend Euro veranschlagt werden. Der gegossene Boden des Kellers liegt in jedem Fall tief genug, um vor Frost geschützt zu sein, daher fällt diese günstiger aus und ist schneller gefertigt.
Für eine komplette Unterkellerung eines Einfamilienhauses fallen Kosten von etwa dreißigtausend Euro an. Dafür jedoch kann ein Keller unter bestimmten Voraussetzungen auch als Wohnraum genutzt werden. Sofern die Decke hoch genug ist und ausreichend große Fenster vorhanden sind, wird ein Ausbau ohne große Probleme bewilligt. Inzwischen kann der Kellerbau mittels Fertigkellern beschleunigt werden. Diese bestehen aus Beton und werden vorgefertigt geliefert. Die Einbringung in das vorgesehene Kellerloch geht schnell und ermöglicht eine schnelle Aufnahme der weiteren Baumaßnahmen.
18. Dezember 2008
Wer eine Immobilie verkaufen möchte, hat einiges an Arbeit vor sich. Zuerst muss ein passender Makler gefunden werden, der sich der Aufgabe annimmt. Dann muss der Wert der Immobilie bestimmt und ein Verkaufspreis festgelegt werden. Im Anschluss wird das Angebot in Zeitungen und auch im Internet annonciert. Es folgen diverse Besichtigungstermine, Gespräche und meist eine lange Zeit des Wartens, bis die Immobilie zum Schluss verkauft wird. In vielen Fällen stehen die Räume über Wochen oder sogar Monate leer, dennoch muss für eine ausreichende Belüftung und Beheizung gesorgt werden um Schimmelbildung zu verhindern. So kostet der Unterhalt weiterhin Geld und Zeit, obwohl die Immobilie nicht mehr genutzt wird.Das noch recht neue und unbekannte Bietverfahren kann den Verkauf einer Immobilie beschleunigen. Objekte, die mittels Bietverfahren verkauft werden sollen, werden mit einem entsprechenden Hinweis in verschiedenen Zeitungen annonciert. Hier wird auch der festgelegte Besichtigungstermin angegeben, Einzelbesichtigungen für die Interessenten sind bei einem Bietverfahren nicht üblich. Eine vorherige Wertbestimmung durch einen Sachverständigen ist nicht notwendig.
Zu dem Besichtigungstermin können alle potentiellen Käufer unangemeldet erscheinen und dem Besitzer und dem Makler Fragen zu dem Objekt stellen. Am Ende der Besichtigung können alle, die Interesse an der Immobilie zeigen, ein Gebot an den Verkäufer abgeben. Die Besonderheit dieses Verfahrens liegt darin, dass der Verkäufer dem Höchstbietenden gegenüber keinerlei Verpflichtung hat, denn er muss seine Immobilie keineswegs abgeben. So wird ausgeschlossen, dass ein Objekt deutlich unter dem Wert verkauft wird. Sagt die Höhe des abgegebenen Gebots jedoch zu, ist schnell ein Käufer gefunden, die Verträge setzt wie gewohnt der Makler auf.
Wird durch das Bietverfahren kein Käufer gefunden, hat der Verkäufer zumindest einen Richtwert, wie viel potentielle Interessenten auszugeben bereit sind und kann den Kaufpreis entsprechend anpassen, sofern er die Immobilie dann über den herkömmlichen Weg anbieten möchte.
15. Dezember 2008
Viele freistehende Häuser verfügen über großflächige Fassaden, die nicht immer von Fensteröffnungen durchbrochen werden. Solche ungenutzten Flächen bieten sich optimal für Fassadenwerbung an. Wie Autowerbung kann mit Fassadenwerbung das Gehalt zum Teil ordentlich aufgestockt werden, sofern einige Voraussetzungen gegeben sind. Da vor allem Firmen an Fassadenwerbung interessiert sind, sollte das Haus verkehrsgünstig gelegen stehen, damit die Werbung ausreichend Aufmerksamkeit auf sich zieht. Die Größe der Werbung variiert, es sollten jedoch einige Quadratmeter Fläche zur Verfügung stehen, die für die Anbringung genutzt werden können. Entsprechend wenige Häuser kommen deshalb dafür in Frage.Fassadenwerbung wurde bislang vor allem von Unternehmen genutzt, die an ihren eigenen Gebäuden auf ihre Arbeit aufmerksam machen möchten. Autohäuser, Werbefirmen, Kinos oder Lebensmittelmärkte nutzen diese Art der Werbung inzwischen vermehrt. Doch auch die Nutzung privater Objekte für die Platzierung der Werbung wird von den Firmen immer stärker nachgefragt. Früher wurde Fassadenwerbung direkt auf die Fassade aufgebracht. Da die Farbe durch Witterungseinflüsse schnell abnutzte, musste in regelmäßigen Abständen nachgemalt werden. Heute wird keine Fassade mehr bemalt, die Werbung wird mittels eines Haltesystems angebracht, welches in die Mauer eingeschraubt wird. Häufig verwendet wird ein Stahlseilrahmen, der auch beleuchtet werden kann. Die Werbung wird auf wind- und wetterfeste Folie gedruckt, die in den Rahmen eingespannt wird. Die Anbringung an die Fassade sowie das Wechseln der Werbung zahlt die werbende Firma. Auch der benötigte Strom für die Beleuchtung geht auf deren Rechnung. Wird die Werbung nicht mehr benötigt, kann der Rahmen einfach abmontiert werden, sichtbare Spuren bleiben nicht zurück.
Der Inhaber der Immobilie, an deren Fassade die Werbung aufgebracht wird, erhält einen vorher festgelegten monatlichen Betrag. Die Höhe der Vergütung ist abhängig von der Verkehrsdichte der Gegend und der allgemeinen Lage der Immobilie. Auch die Größe der Werbung fließt mit ein. Kleiner Nachteil dieses Zusatzverdienstes: Die aus der Fassadenwerbung einfließenden Beträge gelten als Einkommen und müssen bei der Steuer angegeben werden.
12. Dezember 2008
Das System aus zwei Möglichkeiten der Krankenversicherung ist auf den ersten Blick schwer durchschaubar. Die Unterschiede zwischen der privaten und der gesetzlichen Krankenversicherung werden jedoch deutlich, sobald eine genauere Auseinandersetzung erfolgt. Da die private Krankenversicherung zudem nur für wenige Menschen eine Möglichkeit darstellt, ist es nicht unbedingt nötig, sich damit auseinander zu setzen.Die private Krankenversicherung kann nur von Menschen in Anspruch genommen werden, deren Gehalt entweder über dem Beitragsbemessungssatz liegt oder die freiberuflich tätig sind. Außerdem können sich auch Beamte privat krankenversichern. Für Angestellte, deren Einkommen die Beitragsbemessungsgrenze nicht übersteigt, besteht eine Versicherungspflicht in der gesetzlichen Kasse.
Die Beiträge der privaten Krankenversicherung werden aufgrund des Alters, des Gesundheitszustands und möglicher Risikofaktoren berechnet. In der Regel sind deshalb junge Versicherungsnehmer recht günstig versichert, manchmal liegen die Beiträge sogar unter denen der gesetzlichen Versicherung. Personen, die erst spät in die private Versicherung wechseln, zahlen hohe Beträge. Auch für Personen, die eine schwerwiegende Vorerkrankung aufweisen, werden höhere Beiträge angesetzt. Die gesetzliche Krankenversicherung bemisst ihre Beiträge dagegen am realen Einkommen des Versicherten.
Der Wechsel aus der privaten Versicherung zurück in die gesetzliche ist nur unter bestimmten Umständen möglich. So können privat Versicherte wechseln, wenn ihr Einkommen sinkt und sie wieder unter die Bemessungsgrenze fallen, auch im Fall einer Arbeitslosigkeit muss die gesetzliche Krankenversicherung wieder in Anspruch genommen werden.
In der Regel liegen die Beiträge in der privaten Krankenversicherung höher als in der einer gesetzlichen Krankenversicherung. Dafür bietet eine private Versicherung jedoch auch einen größeren Leistungsumfang, so werden zum Beispiel alle verschriebenen Medikamente übernommen, auch einfache Schmerzmittel. Dagegen stehen aber zusätzliche Kosten für die Versicherung der Familienangehörigen, denn für diese fallen in der privaten Versicherung eigene Beiträge an. In der gesetzlichen Krankenkasse können Kinder und auch ein nicht erwerbstätiger Partner familienversichert werden.
Keine Unterschiede gibt es hinsichtlich des Arbeitgeberzuschusses. Auch Privatversicherte erhalten von ihrem Arbeitgeber einen Zuschuss zu den Kosten für die Versicherung. Der Zuschuss zur privaten Krankenversicherung liegt bei mindestens der Hälfte der durchschnittlich für eine gesetzliche Versicherung anfallenden Kosten, höchstens wird die Hälfte der tatsächlichen Beiträge übernommen. Wie hoch die Zahlung ausfällt, bleibt dem Arbeitgeber überlassen.
11. Dezember 2008
Es gibt einige exotische Finanzierungsmöglichkeiten, wenn man sich eine Immobilie anschaffen will. Diese bieten durchaus Chancen, jedoch beinhalten sie auch Risiken.Eines dieser Finanzierungsinstrumente ist ein Immobilienkredit in Schweizer Franken ohne festen Zinssatz. Da man jedoch in Deutschland selten einen Hauskauf in Schweizer Franken wird abwickeln können, läuft zwar der Kredit in dieser Währung. Ausgezahlt wird er jedoch in Euro. Umgekehrt wird die Rückzahlung wiederum in der Schweizer Währung verlangt.
Der Zins ist im Augenblick, bei den wenigen Banken, die ein derartiges Produkt anbieten, recht günstig und bewegt sich um die dreieinhalb Prozent. Außerdem wird ein Disagio in Höhe von einem Prozent fällig, sobald der Kredit genehmigt ist. Diese Art von Kredit hat jedoch einen gewissen Glückspielcharakter. Da der Zinssatz variabel ist, hängt der Kreditnehmer davon ab, wie sich die Zinsen pro Quartal entwickeln. Sooft nämlich wird der Kreditzins angepasst. Maßstab dabei ist der Libor – der Zinssatz, zu dem Banken sich Schweizer Franken besorgen können. Die Tilgungsrate ist ungewöhnlich hoch. Es müssen wenigstens vier Prozent per anno auf das Kapital zurück gezahlt werden. Hoch ist auch der Finanzierungsanteil, der bis zu achtzig Prozent beträgt, und das schon ab einer Darlehnssumme von fünfundsiebzig Tausend Euro.
Das Modell hat durchaus seine Vorteile. Die Zinsen in der Schweiz sind günstiger als in Deutschland, so das man erst einmal weniger bezahlt als für einen Kredit hierzulande. Außerdem kann man jederzeit Sondertilgungen leisten. Entwickelt sich der Zins günstig, zahlt man weniger zurück, als man sich geliehen hat.
Das kann aber auch genau umgekehrt kommen, schließlich können die Zinsen in der Schweiz auch steigen statt zu fallen. Das ist durchaus schon vorgekommen, und zwar in erheblichem Umfang. Noch vor achtzehn Jahren betrug der Hypothekenzins dort glatte zehn Prozent. Auch wenn der Kurs des Franken anzieht, wird es für den Darlehnsnehmer ein schlechtes Geschäft. Einige Vertragsbesonderheiten machen dieses Geschäft noch wesentlich unberechenbarer.
Letztlich ist es nur dann eine Option, wenn man sich auch eine ungünstige Entwicklung leisten kann, genauer, jederzeit den Kredit zurückzahlen oder Umschulden kann. Ansonsten ist das Risiko im Vergleich zur möglichen Ersparnis zu hoch, um für den normalen Immobilienerwerber in Betracht zu kommen.
09. Dezember 2008
Jeder, der bereits einmal zur Miete gewohnt hat, kennt das Procedere: Beim Einzug wird eine Kaution fällig; die Höhe wird durch den Vermieter bestimmt und darf drei Monatskaltmieten nicht übersteigen. Bislang wurde die Kaution in der Regel an den Vermieter überwiesen, oder aber es wurde ein Sparbuch mit dem entsprechenden Betrag eingerichtet und an den Vermieter verpfändet. Nun steht das Modell der Bankbürgschaft in den Startlöchern, dass den Mietern Erleichterung verschaffen soll.Bei einer Bürgschaft steht die Bank für einen eventuellen Schaden ein, auch die Rückabwicklung mit dem Mieter übernimmt das Kreditinstitut. Die Hinterlegung der Kaution entfällt damit. Mit diesem Angebot sollen vor allem Mieter angesprochen werden, die wenig Geld zur Verfügung oder einen Engpass haben. Jedoch lassen sich die Institute ihren Service bezahlen: Bei der Erstbeantragung werden rund 100 Euro fällig, darüber hinaus werden jährlich fünf Prozent der verbürgten Summe eingezogen. Über die Jahre gerechnet verliert der Mieter also bares Geld, das er nicht zurück erhält. Im Falle eines Schadens an der Wohnung muss er dennoch aufkommen. Legt er die Kaution dagegen auf ein Konto an, zahlt er lediglich die Gebühr für die Eröffnung des Kontos, diese variiert zwar zwischen den Banken, fällt jedoch in jedem Fall günstiger aus. Wird die Wohnung nach Ende des Mietverhältnisses ohne Schäden übergeben, erhält der Mieter das Geld in voller Höhe zurück- es entsteht ihm demnach kein Verlust.
Interessanter ist das Modell der Bürgschaft hingegen für den Vermieter, denn er muss sich nicht um die eingehende Kaution des Mieters kümmern und das Geld verwalten. Desweiteren garantiert die Bürgschaft auch für die Liquidität des Mieters, denn diese überprüft ihn auf vorhandene Schufa-Einträge. Im Fall eines Schadens läuft die Abwicklung ebenfalls über die Bank, die ein schnelles und unkompliziertes Vorgehen verspricht.
Mieter, die eine Kaution hinterlegen müssen, sollten den Kosten-Nutzen-Vergleich zwischen einer Bankbürgschaft und einem herkömmlichen Modell ziehen. Oftmals lohnt sich auch eine Nachfrage bei der Hausbank, ob ein ähnliches Angebot zur Verfügung steht.
06. Dezember 2008
RWE gehört zu den größten deutschen Stromanbietern. Bedingt durch die aktuelle Umweltschutzdiskussion und die Debatte um die Senkung der CO2-Belastung bringt RWE nun einen Stromtarif auf den Markt, der speziell umweltbewusste Kunden anlocken soll. Der Proklima-Strom wird anteilig aus erneuerbaren Energien- vor allem Wasserkraft- und aus Kernenergie gewonnen, der CO2-Ausstoß bei der Gewinnung ist deshalb äußerst gering.Der Proklima-Stromtarif gilt für drei Jahre, in denen der Preis keinerlei Veränderung unterliegt. Kunden, die sich jetzt für diesen Tarif entscheiden, haben also bis Ende 2011 die volle Kostenkontrolle, die derzeit bei anderen Anbietern nicht gewährleistet ist. Dieser große Vorteil spricht für den Proklima-Stromtarif. Für Flexibilität sorgt das jährliche Kündigungsrecht, von dem der Kunde ohne Angabe von Gründen Gebrauch machen kann. Wer bis Ende Januar 2009 einsteigt, kann von den Vorteilen des Angebots profitieren.
Trotz der Kundenfreundlichkeit gibt es jedoch auch Kritiker, die vor allem den Aspekt des Umweltschutzes angreifen. Etwa drei Viertel des Stroms wird aus Kernkraft gewonnen. Sicherlich fällt der CO2-Ausstoss bei der Herstellung sehr niedrig aus, dennoch ist Kernkraft keineswegs unschädlich für die Umwelt. Vor allem die Lagerung des anfallenden Atommülls ist nicht hinreichend geklärt und stellt eine ernstzunehmende Belastung dar. Atomstrom als umweltfreundlich darzustellen, sei somit irreführend. Zur Entlastung der Umwelt sollte vielmehr die Abkehr von Energie aus Kernkraft oder fossilen Energieträger erfolgen, so die Kritiker des Angebots. Einige Anbieter in Deutschland stellen echten Biostrom zur Verfügung, der aus Wind-, Wasser- und Solarenergie sowie aus Biomasse gewonnen wird.
Dennoch: RWE geht voran und befriedigt mit dem Proklima-Tarif zwei wichtige Bedürfnisse des Kunden. Der Tarif bietet Transparenz und Planungssicherheit, die gerade derzeit nachgefragt sind. Vor allem der Fixpreis wird die Abnehmer interessieren, denn abgesehen von steuerlichen Änderungen bleibt der Preis bis Ende der Laufzeit im Dezember 2011 gleich.
02. Dezember 2008