Monatsarchiv für Februar, 2009
Im Rahmen der geplanten Energieeinsparungen und des Umweltschutzes gewinnt das sogenannte Contracting im Bereich der Immobilien an Aufmerksamkeit. Bislang wird das Contracting-Modell noch recht selten nachgefragt, dabei hat es große Vorteile für den Halter einer Immobilie.Unterschieden wird grob zwischen dem Anlagen-Contracting und dem Energiespar-Contracting. Beide Formen sind sowohl für private als auch geschäftliche Nutzung eines Objekts tauglich. Hintergrund beim Anlagen-Contracting ist eine Art Verleih des Energiesystems. Der Contractor zahlt und stellt seinem Kunden eine Anlage, die zur Energieversorgung seiner Immobilie geeignet ist. Der Kunde zahlt über einen festgelegten Zeitraum eine vertraglich festgelegte Summe, Kostenerhöhungen sind damit ausgeschlossen. Für den Kunden bietet das Contracting also eine gute Kostenkontrolle. Auf der anderen Seite muss sich der Contractor bemühen, seine Energie zu möglichst geringen Kosten zur Verfügung stellen zu können, damit er auch Gewinne erzielt. Die Wartung und die Reparatur der Anlage unterliegen ebenfalls dem Contractor. Je nach Vertrag zahlt der Kunde die Anlage über den vereinbarten Zeitraum ab, so dass diese nach Vertragsende in seinen Besitz übergeht, oder aber der Vertrag muss danach wieder zu neuen Konditionen ausgehandelt werden.
Das Energiespar-Contracting dagegen setzt auf Einsparungen durch Verbesserungen. Der Contractor verpflichtet sich, den Energiehaushalt einer Immobilie während der Vertragslaufzeit zunehmend zu verbessern. In der Regel werden dabei jedoch nur solche Maßnahmen umgesetzt, die sich bereits während der Vertragslaufzeit bezahlt machen.
Schwierig ist derzeit die rechtliche Situation des Contracting. Die noch neue und meist unbekannte Methode trifft bislang auf Skepsis. Zudem dürfen Vermieter ohne Zustimmung der Mieter keinen Contracting-Vertrag eingehen, denn in der Regel wird ein Teil der Kosten auf den Mieter umgelegt. Nur dann, wenn das Contracting eine akzeptable Methode der Einsparung darstellt und den Vermieter und den Mieter langfristig entlasten, kann der Vermieter seinen Anspruch durchsetzen. Schafft das Contracting dagegen keine Erleichterung, muss der Mieter sich nicht an den Kosten beteiligen sondern zahlt weiterhin nur seine regulären Heizkosten.
22. Februar 2009
Die Deutschen dürfen sich auf ein immer längeres Leben freuen – das hat auch Auswirkungen auf den Immobilienmarkt. Die Mehrzahl wünscht sich, möglichst bis zu ihrem Lebensende im eigenen Haus oder der eigenen Wohnung bleiben zu können. Schon heute sind fast vierzig Prozent aller Haushaltsvorstände sechzig Jahre und älter.Ein so hoher Anteil älterer Bürger ist nicht nur in Deutschland ein noch nie da gewesene Situation. Ein großer Teil der vorhandenen Wohnungen sind für die Bedürfnisse von Senioren nicht optimal. Wie die Situation auf dem Wohnungsmarkt für ältere Mitmenschen genau aussieht, wurde gerade in einer groß angelegten Untersuchung ermittelt. Fast zweieinhalb Tausend Personen über Sechzig wurden zu ihrer Wohnsituation, ihren Wohnwünschen und ihren Plänen befragt.
Von allen Befragen konnten nur etwa ein Drittel behaupten, ihre jetzige Wohnung entspräche ihren altersgemäßen Bedürfnissen. Interessanterweise sind es gerade neuer Gebäude, denen zum Beispiel ein Lift fehlt, und die auch sonst wenig seniorengerecht geplant sind. Dabei wären solche Ausstattungsmerkmale für die Mehrheit der Befragten besonders wichtig, da sie, wenn überhaupt, aus ihrer eigenen Wohnung keinesfalls ausziehen wollen. Die freiwillige Übersiedlung in ein Seniorenheim ist nur für eine Minderheit eine wünschenswerte Option. Überhaupt ist keine Neigung auszumachen, im Alter nur unter Gleichaltrigen zu leben. Daher sind so genannte Seniorenwohnanlagen für die meisten nicht besonders attraktiv. Überwiegend bevorzugen auch ältere Menschen eine gesunde Mischung aller Altersgruppen in ihrer Nachbarschaft.
Die Immobilienbranche wird sich also in Zukunft darauf einstellen müssen, altersgerechten Wohnraum bereit zu stellen. Um auch zukünftig den Bedürfnissen immer älter werdender Nachfrager gerecht zu werden, sind die bisherigen Konzepte nicht ausreichend.
13. Februar 2009
Wer umzieht oder renoviert möchte oft den Bodenbelag in den Wohnräumen verändern. In erster Linie wird die Entscheidung aus den persönlichen Vorlieben heraus gefällt, doch jeder Belag hat seine eigenen Vor- und Nachteile, die bei der Wahl bedacht werden sollten.Fliesen in Wohnräumen sind leicht sauber zu halten und wirken oft sehr edel. Allerdings senken Fliesen die gefühlte Temperatur um einige Grad herab und sind an sich eher kühl. Im Sommer wird das Raumklima durch diese Eigenschaft positiv beeinflusst, im Winter dagegen wünschen sich die meisten Menschen einen warmen Boden. Deshalb sollten Fliesen nur in Verbindung mit einer geeigneten Fußbodenheizung verlegt werden, die dafür sorgt, dass auch vom Boden Wärme abgestrahlt wird.
Sehr beliebt sind Parkett- und Laminatböden. Diese Holzböden sind zwar ebenfalls leicht zu reinigen, jedoch sind sie recht pflegeintensiv. Da das Holz durch zu viel Feuchtigkeit quillt, sollten Parkett- und Laminatböden nur nebelfeucht gereinigt werden. Optimale Pflege und Glanz verleihen spezielle Reiniger, die die Oberfläche versiegeln und das Holz pflegen. Für die schnelle Reinigung zwischendurch kann auch der Staubsauger oder ein Reinigungstuch genutzt werden, das den Staub anzieht und festhält. Um Kratzer auf den hochwertigen Böden zu vermeiden, sollten in den Räumen keine Straßenschuhe getragen werden. Laminat ist weniger empfindlich als echtes Parkett, ähnelt diesem jedoch sehr stark. Auch preislich ist Laminat die günstigere Alternative. Werden die einzelnen Bretter sachgemäß verlegt, hält ein Holzfußboden viele Jahre lang.
Inzwischen wird der alte Teppichboden nur noch recht selten nachgefragt. Dies liegt vor allem an seinem schlechten Ruf, denn Teppichböden wird nachgesagt, dass sie Staub und Dreck festhalten und nicht mehr loslassen. Sicherlich bedarf auch ein Teppich einer regelmäßigen Reinigung, um in einem guten Zustand zu bleiben. Staubsauger mit hoher Leistung entfernen den oberflächlichen Dreck in ausreichendem Maß, zusätzlich sollte der Teppichboden zumindest einmal im Jahr mit einem Schaumreiniger gereinigt werden. Die Geräte können in vielen Verbrauchermärkten zu einer geringen Gebühr geliehen werden. Vor allem für Stauballergiker ist ein Teppichboden oftmals die bessere Wahl, da die Staubpartikel festgehalten werden und die Belastung der Luft dadurch geringer ausfällt. Wer als Allergiker lieber auf Fliesen oder Holzböden zurückgreifen möchte, muss täglich reinigen, damit die allergischen Reaktionen nicht Überhand nehmen.
09. Februar 2009