Alternative Heizmöglichkeiten
31.August 2008
Auch wenn der Sommer noch anhält, der nächste Winter kommt bestimmt- und mit ihm die Monate des Heizens. Doch die Energiekosten steigen sprunghaft an. Wer dennoch nicht auf eine warme Wohnung verzichten möchte, sollte sich nach einer günstigen Alternative zu Gas und Öl umsehen. Die Möglichkeiten der Wohnraumbeheizung sind vielfältig und die Umrüstung nicht grundsätzlich teuer.Inzwischen sehr bekannt ist die Energiegewinnung für die Heizungsanlage durch Solaranlagen. Dabei wird die tägliche Sonneneinstrahlung für die Erzeugung von Strom genutzt. Gängig sind die Modelle der Photovoltaikanlage und der Thermischen Solaranlage. Für beide Varianten werden auf dem höchsten Punkt der Immobilie, also dem Dach, Solarzellen angebracht, die die einfallende Sonnenenergie einfangen. Diese Energie wird mittels einer Anlage in Strom umgewandelt. Ungenutzter Strom wird in das örtliche Stromnetz eingespeist. Die Anschaffung einer Photovoltaikanlage wird staatlich bezuschusst, zusätzlich erhält der Inhaber für den abgegebenen Strom Geld. Um darüber hinaus auch die Heizung mit Solarenergie betreiben zu können, muss eine Therme eingebaut werden. Mittels eines verzweigten Röhrensystems wird Wasser in die unmittelbare Nähe der Kollektoren gepumpt, dieses wird dort erhitzt und kann dann direkt als Warmwasser oder auch zur Speisung der Heizung genutzt werden.
Eine andere Alternative ist die Pelletheizung, die eine Zentralheizung ebenfalls ersetzten können. Die Wärmeenergie liefert die Verbrennung von Pellets, die als Abfallprodukt der Holzindustrie anfallen. Dabei muss der Hauseigentümer jedoch nicht wie bei einem Kamin persönlich für Nachschub sorgen, denn die Zufuhr der Pellets an den Brenner läuft automatisch. Die Wärmeabgabe wird wie bei der herkömmlichen Zentralheizung über Regler gesteuert. Inzwischen gibt es auch Mischformen, so dass neben Pellets auch Kaminholz verbrannt werden kann. Die Anschaffung eines Pelletofens ist verhältnismäßig teuer, dagegen steht aber das sehr günstige Brennmaterial.
Auf dem Vormarsch für die Beheizung von Privathäusern ist die Nutzung von Erdwärme. Hierbei wird in der Nähe des Hauses ein kleines, aber sehr tief reichendes Loch in die Erde gebohrt. Über eine Wärmepumpe wird die Wärme des umgebenden Erdreiches aufgenommen und über einen Umwandler für die Nutzung im Haushalt aufbereitet. Die Anschaffung einer Anlage samt Bohrung liegt für einen Neubau etwa in demselben preislichen Niveau wie eine Ölheizung. Eine Nachrüstung dieser Heizung hingegen ist verhältnismäßig aufwendig. Dafür fallen später für den Bezug der Energie keine weiteren Kosten an.
Gerade wer sich für einen Neubau einer Immobilie entscheidet, sollte sich vorab ausreichend über die Möglichkeiten für eine Heizanlage informieren. Eine gute Heizanlage kombiniert mit einer idealen Wärmedämmung spart enorm Kosten und ist damit eine Investition in die Zukunft.
Artikel gespeichert unter: Umweltpolitik

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