Barrierefrei wohnen

03.November 2008

„Barrierefreies wohnen” ist eines der aktuellen Schlagwörter wenn es um Immobilien geht. Gemeint ist damit, dass die Objekte möglichst Altersgerecht ausgestattet sind. Das gesamte Konzept der Wohnräume wird dafür angeglichen: Treppenstufen innerhalb einer Wohnung, beispielsweise zum Balkon oder zum Treppenhaus, sind für dieses Ziel nicht wünschenswert. Auch die Dusche soll ebenerdig betretbar sein und ohne eine Bodenwanne auskommen. Die gesamte Wohnung sollte nicht nur für ältere Menschen tauglich sein, sondern darüber hinaus auch Rollstuhlfahrern ein Leben in ihr ermöglichen. Dazu gehören spezielle Bodenbeläge, das Vorhandensein von Aufzügen in Gebäuden mit mehreren Etagen sowie breitere Türrahmen. Alle wichtigen Bedienelemente in der Wohnung wie Lichtschalter, Steckdosen und Thermostate werden in erreichbarer Höhe angebracht. Das Ziel ist, Wohngebäude so auszustatten, dass ein Älter werden in ihnen keine Schwierigkeiten aufwirft und es nicht nötig ist, in höherem Alter noch umzuziehen. Gerade ältere Menschen schätzen es, in ihrem gewohnten Umfeld bleiben zu können und sich nicht umgewöhnen zu müssen.Dabei leidet die Optik barrierefreie Wohnungen keineswegs. Auch für junge und gesunde Menschen ist ein Leben in einer solchen Wohnung angenehm, denn neue Materialien und Einrichtungsgegenstände schaffen ein behagliches und modernes Wohnambiente. Neubauten werden in der Regel inzwischen nach den Prinzipien des barrierefreien Wohnens erbaut, doch auch Altbauten können ohne größere Schwierigkeiten oder finanziellen Mehraufwand entsprechend umgestaltet werden. Treppenstufen können durch eine Rampe ersetzt werden, kleinere Absätze werden durch den Bodenbelag angeglichen. Das erhöht nicht nur den Wohnkomfort sondern minimiert auch Gefahrenquellen.

Das Ziel barrierefreien Wohnens und Bauens ist, dem Menschen ein Umfeld zu schaffen, in dem er auch in gehobenem Alter ohne fremde Hilfe zurechtkommt. Neben der Anpassung der Wohnräume gehören dazu auch eine uneingeschränkte Erreichbarkeit des Parkplatzes und des Waschkellers und die Möglichkeit zur selbständigen Müllentsorgung. Das heißt, dass auch außerhalb des Gebäudes breite und gut gepflegte Wege vorhanden sein müssen, Treppen oder einzelne Absätze zum Parkplatz sollten über eine Rampe verfügen.

Wer selber baut oder in näherer Zukunft eine Eigentumswohnung kaufen möchte, sollte das Wunschobjekt hinsichtlich der Alterstauglichkeit überprüfen und gegebenenfalls direkt entsprechende Maßnahmen einleiten.

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