Brennöfen unterstützen die Heizung
01.April 2009
Steigende Energiepreise lassen viele Menschen aktiv nach einer Alternative zu der herkömmlichen Heizungsanlage suchen. Gas- und Ölheizungen werden zunehmend durch Anlagen abgelöst, die über Solar, Erdwärme oder auch Pellets betrieben werden. Eine neue Anlage ist jedoch mit großen Kosten verbunden, nicht nur der Brennofen selbst, sondern auch der Einbau und die Entsorgung des alten Ofens schlagen mit großen Kosten zu Buche.Auch deshalb nimmt das Interesse an kleinen Brennöfen zu, die einfach in den Wohnraum integriert werden können. Holz- oder Kohleöfen gibt es in vielen verschiedenen Größen und Ausführungen, erhältlich sind sie in nahezu allen Baumärkten und bei einschlägigen Anbietern. Benötigt wird neben einem dafür vorgesehenen und richtig ausgestatteten Platz auch ein nach außen führender Kamin. Ist kein Kaminabzug vorhanden, kann nachträglich eines angebracht werden. Die Anbringung an der Hausfassade ist an fast jedem Gebäude möglich.
Ein gut auf- und eingestellter Ofen kann einen Wohnraum schnell und gründlich beheizen. Bislang ist Brennholz im Vergleich zu Öl und Gas recht günstig, so dass der Betrieb Kosten sparen kann. Allerdings sollte der Interessent sich ausführlich und bei verschiedenen Anbietern beraten lassen, bevor er sich für einen Ofen entscheidet. In jedem Fall sollte das Gerät für die Größe des Raums ausgelegt sein, den er beheizen soll. Außerdem muss ein guter Filter eingebaut sein, der den Anforderungen des Ersten Bundesemissionsschutzgesetzes entspricht. Dies sollte nicht nur aus Umweltschutzgedanken geschehen, denn die Besteuerung privat genutzter Brennöfen steht noch immer zur Diskussion. Eine spätere Nachrüstung eines entsprechenden Filters kostet oft mehr, als direkt ein passendes Modell zu erwerben.
Besonders Allesbrenner sind sehr beliebt bei Privatpersonen, da sie dem Nutzer freistellen, ob mit Holz oder mit Kohle geheizt werden soll. Allerdings tendieren die Brenneigenschaften der Öfen meist zu einem der Rohstoffe, der jeweils andere wird weniger gut verbrannt. Ein gleichzeitiges Verbrennen beider Stoffe gelingt nur Personen, die Erfahrung im Umgang mit dem Ofen mitbringen. Oftmals leisten Öfen mehr, die für die Verbrennung eines festgelegten Rohstoffes ausgelegt sind.
Bei der Kosten-Nutzen-Rechnung sollte zudem überlegt werden, ob die Heizungsanlage nicht grundsätzlich ausgetauscht werden muss. Bringt die Anlage nicht mehr die gewünschte Leistung, da sie bereits zu alt ist, oder ist vielleicht kaputt, schafft der Kauf eines Ofens lediglich eine zeitliche Verzögerung. Der Austausch der Zentralanlage muss dennoch zeitnah angegangen werden. Dazu kommt, dass der Anschaffungswert eines Ofens sich erst nach einer gewissen Zeit mit den Einsparungen verrechnet. Zudem kommt die jährliche Wartung des Kamins durch den Schornsteinfeger hinzu. Diese Kosten sollten, auch wenn sie vergleichsweise niedrig sind, ebenfalls bedacht werden.
Artikel gespeichert unter: Energieversorgung

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