Die “grüne Welle” rollt nun auch auf Immobilien wie zum Beispiel Wohnungen und Häuser zu: Der Energiepass für Immobilien wird zur Pflicht

02.Juli 2008

Was für große Elektrogeräte wie Kühlschränke schon eine ganze Weile Usus ist, ist ab sofort auch für Immobilien Pflicht: Seit dem 1. Juli 2008 werden für Immobilien so genannte Energiepässe vergeben. Immobilien wie zum Beispiel Häuser sind potentielle „Gefahrenherde” in Bezug auf von Energieverschwendung, was vor allem bei Altbau Immobilien der Fall ist, bei denen Experten ein großes Einsparpotential sehen. Als Beispiel wird von den Immobilien Experten angeführt,  dass der durch das Heizung resultierende CO²- Ausstoß um etwa 60 % herabgesetzt werden könnte. Das wäre bei Immobilien machbar, wenn geeignete Modernisierungsmaßnahmen wie zum Beispiel Wärmedämmung, abgedichtete Fenster und Energie sparende Heizungsanlagen bei den betroffenen Immobilien durchgeführt werden würden. Werden diese Maßnahmen bei Immobilien durchgeführt,  dann wird das in dem neuen Energieausweis ab sofort festgehalten. Die Energiepässe sollen Käufern von Immobilien Informationen in Bezug auf die Energieeffizienz von Immobilien präsentieren. Damit kann der Käufer von Immobilien kann eine realistische Einschätzung in Bezug über die zukünftigen Energierechnungen treffen. Es kommt vor, dass die zum Verkauf stehenden Immobilien unzureichend gedämmt  sind oder eine veraltete Heizung besitzen. Durch die Energiepässe kann man diesbezüglich bei einem Kaufinteresse an einer Immobilie direkt eine Prognose über den zu erwartenden Energieverbrauch wagen. Die neue Regelung betrifft alle Immobilien, die zum Verkauf stehen oder vermietet werden sollen. In den Energiepässen sind Angaben zum Gebäudetyp, zum  Baujahr und über die Anzahl der Wohneinheiten zu finden. Auf der Basis einer detaillierten technischen Untersuchung der Immobilien bekommen Besitzer von Immobilien Tipps in Bezug auf mögliche Modernisierungsmaßnahmen, die in dem Energiepass festgehalten werden.Der Verkauf von Immobilien ohne einen gültigen Energiepass wird in Zukunft schwierig werden. Es werden zwei Arten des Energieausweises für Immobilien angeboten. Das so genannte bedarfsorientierte Format des Energieausweises gilt insbesondere für neue Immobilien, kann man aber je nach Wunsch auch für ältere Immobilien ausgestellt werden. Das bedarfsorientierte Format des Energieausweises fußt auf einer eingehenden technischen Analyse der betreffenden Immobilie, aus der  der tatsächliche Energiebedarf resultiert. Der so genannte Energieverbrauchsausweis ermittelt die tatsächlich verbrauchte Energiemenge, die in der betreffenden Immobilie innerhalb eines Jahres verbraucht wird. Dieser Ausweis gibt  also weniger über den Zustand der Immobilien Auskunft, sondern vielmehr über den Energieverbrauch der Bewohner, die in den Immobilien leben. Denn ob mehrere Familien mit Kindern oder zum Großteil berufstätige Singles in einem Haus leben, wirkt sich deutlich auf den Energieverbrauch eines Hauses aus. Ein Bewohner, der sich eher wenig in der betreffenden Immobilie aufhält, verbraucht in der Regel deutlich weniger Energie als ein Bewohner, der das Haus kaum verlässt. Aus diesem Grund besitzt der Energieverbrauchsausweis weniger Aussagekraft als der Energiebedarfsausweis.

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