Die sog. Schrottimmobilien

20.April 2008

 Einer der düstersten Abschnitte der Immobilienmakler Historie wird derzeit von mehreren Gerichten in Deutschland aufgearbeitet. Es handelt sich um die Problematik der Schrottimmobilien. Jedoch müssen viele der Opfer noch mit der Unsicherheit leben, möglicherweise nicht entschädigt zu werden. Wer jedoch denkt das Immobilien wieder eine betrugsfreie Kapitalanlage sind, der macht einen riesigen Fehler.

Einige schwarzen Schafe am dunklen Kapitalmarkt haben nach Walter Späth, dem Autor des Buches „Schrottimmobilie”, die Schrottimmobilien nun wieder für sich entdeckt, um Anleger um ihr erspartes zu bringen. Die Erklärung liegt hier sehr nahe, da es im Immobiliengeschäft um horrende Summen geht, laut dem Branchendienst Fondtelegramm werden derzeit rund 165,5 Mil. € in sogenannten geschlossenen Fonds angelegt, welche die unseriösen Anbieter anzieht.

Weitere Anlässe sind der Immobilien Aufkauf des Equity Fonds, der in den vergangen Jahren rund 650.000 Immobilien für einen Gesamtwert von mehr als 15 Mil. € aufgekauft hat. Ein kleiner Teil ist nun an kleinere Makler/Immobiliengesellschaften verkauft worden. Laut Walter Späth versuchen nun diese Maklerfirmen schwer vermittelbare Immobilien an private Anleger zu verkaufen. Ein anderer Experte unterstützt Späth und erklärt, dass die Problematik sie ähnlich zuspitzen könnte wie bei den sogenannten „Schrottimmobilen – Deals” des vorletzten Jahrzehnts (der 90er). Auch die steigenden Vertriebsprovisionen sind laut Experten ein Nährboden für unseriöse Anbieter.

Mit der Begründung der sicheren Immobilienanlage wird derzeit auch sehr viel Schabernack getrieben, da vor allem eine solche Anlage in Immobilien eine sehr sichere und solide Anlageform bietet, so die Meinung vieler Anleger. Desweiteren scheinen hohe Mieteinnahmen und weitere Wertsteigerung garantiert, und der Verlust des angelegten Kapitals fast unmöglich ist. Deshalb haben es Vermittler meist sehr leicht Immobilien als Kapitalanlage anzubieten. Der Berliner Anlegerschützer Jochen Resch sagt dazu der „Börse Online”: „Diese vertraute Masche kommt wieder ganz groß in Mode”. Da die Zinsen bei den Banken zurzeit sehr niedrig sind, scheinen Immobilien als eine gute Möglichkeit der Altersvorsorge.

Artikel gespeichert unter: sonstiges

Ihr Kommentar

Sie müssen sich anmelden um Kommentare zu schreiben.

Trackback diesen Artikel  |  Kommentare als RSS Feed abonnieren


Kalender

Mai 2012
M D M D F S S
« Apr    
 123456
78910111213
14151617181920
21222324252627
28293031  

Immobilien Werbung

Aktuelle Artikel