Eigenheimfinanzierung auf sichere Beine stellen
31.Oktober 2008
Das Eigenheim ist in der Regel die größte private Investition im Leben eines Menschen. Zugleich ist der Traum vom eigenen Haus oftmals auch das höchste Ziel. Der Bau oder Kauf der eigenen vier Wände sollte jedoch sorgsam durchdacht und an die individuellen Gegebenheiten angepasst werden.Die Grundlage des Immobilienerwerbs ist ausreichend vorhandenes Kapital. Nur wenige Privatpersonen verfügen über die nötigen Mittel und müssen deshalb einen Kredit aufnehmen. Wer sich dabei nicht für viele Jahre krummlegen möchte, sollte einige Regeln beachten. Eine Faustregel besagt, dass die zu erwerbende Immobilie insgesamt nicht mehr kosten sollte als das Fünffache des Bruttojahreseinkommens. Dabei ist dieser Betrag als Höchstsumme zu betrachten, die alle anfallenden Kosten einschließt. Neben den Kauf- oder Baukosten fallen jedoch noch weitere Faktoren finanziell ins Gewicht: Maklercourtage, Notar- und Erschließungskosten sowie die Grunderwerbssteuer. Diese Nebenkosten belaufen sich schnell auf rund zehn Prozent des Kaufpreises. Wer sich für eine gebrauchte Immobilie entscheidet benötigt gegebenenfalls noch Kapital für Renovierungs- oder Modernisierungsarbeiten. Alle diese zusätzlichen Posten sollten im genannten Höchstbetrag eingeschlossen sein.
Es empfiehlt sich, bereits vor der Umsetzung des Kauf- oder Bauvorhabens einen Beratungstermin bei einer Bank auszumachen. Nachdem die finanziellen Spielräume festgelegt wurden, kann der Finanzberater ein Konzept für die anstehende Finanzierung aufstellen. Bei der Berechnung der monatlichen Tilgungsrate sollte darauf geachtet werden, dass die finanzielle Belastung nicht ans Limit geht, damit ein normales Weiterleben trotz Hauskauf möglich bleibt.
Wesentlich für die Aufnahme eines Kredits ist vorhandenes Eigenkapital. Dazu zählt nicht nur das Ersparte auf dem Sparbuch sondern auch Wertpapiere und Aktien. Auch bereits vorhandene Immobilien oder Grundstücke zählen dazu. Wer sich selber aktiv am Bau beteiligen möchte, kann zudem die Eigenleistung geltend machen. Viele Banken erkennen die Hilfe des Bauherrn mit bis zu zehn Prozent als Eigenkapital an. Dabei ist es wichtig, einen „Notgroschen” für sich zurück zu behalten, damit anfallende Reparaturen oder Anschaffungen ohne Schwierigkeiten getätigt werden können.
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