Eine Zisterne zur Reduzierung der Wasserkosten

05.Oktober 2008

Die meisten Haushalte in Deutschland beziehen ihr Wasser aus der Leitung, gleich ob zum kochen, duschen oder auch zum Waschen der Kleidung. Dieses Wasser schlägt teuer zu Buche, denn die Säuberung und Aufbereitung durch einen Betrieb kostet viel Geld. Eine günstige Alternative stellt eine Zisterne dar, die ohne großen Aufwand im Garten oder im Keller untergebracht werden kann. In der Zisterne wird Regenwasser gesammelt, welches zum Blumengießen oder für die Toilettenspülung verwendet werden kann.Zisternen sind wahlweise aus Beton oder aus Kunststoff erhältlich. Betonzisternen sind günstiger und können aufgrund ihrer Stabilität auch unter Garagen oder Auffahrten Platz finden. Ihr Gewicht macht jedoch einen Kran für den Einbau notwendig. Behälter aus Kunststoff dagegen sind leichter. Meist werden sie dort verwendet, wo die Zisterne nicht in den Boden eingebracht werden soll. Damit das Wasser nicht veralgen kann, muss der Behälter dunkel angestrichen werden. Die Anschaffung einer kleinen Zisterne mit rund 1500 Litern Inhalt kostet etwa 500 Euro, größere Zisternen sind entsprechend teurer. Der Einbau kostet zusätzlich Geld. Die Größe der Zisterne richtet sich nach dem Gebrauch des Wassers. Wenn dieses auch im Haushalt für die Waschmaschine oder die Toilettenspülung eingesetzt werden soll, muss entsprechend mehr Wasser gesammelt werden können. Darüber hinaus muss die Zisterne dann an das Wassersystem des Hauses angeschlossen werden. Da Zisternenwasser in keinem Fall als Trinkwasser nutzbar ist, muss ein zweiter Kreislauf für Brauchwasser eingerichtet werden. Sinnvoll ist dies eigentlich nur, wenn es bei einem Neubau direkt mit eingeplant wird. Nachträglich die Zisterne in den Wasserkreislauf einzubinden, kostet sehr viel Geld.

Die Nutzung von Zisternenwasser lohnt jedoch gewaltig. Jeder Deutsche verbraucht am Tag rund 150 Liter Trinkwasser, welches in den meisten Fällen durch das aufgefangene Wasser ersetzt werden könnte. Gegen diese Summe stehen runde 700 Liter Regen, die jährlich pro Quadratmeter fallen- eine große Zisterne kann demnach nahezu das komplette Brauchwasser eines Haushalts ersetzen.

Wem eine Zisterne zu teuer ist, der kann auch einfache Tonnen unter die Regenrinne stellen und so Wasser auffangen. Dieses eignet sich im Sommer zum Gießen der Blumen. Bereits auf diese Weise lassen sich viele Liter Trinkwasser im Jahr sparen. Das kommt nicht nur dem Geldbeutel zugute, sondern auch der Umwelt.

Artikel gespeichert unter: Umweltpolitik

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