Glühlampen sollen abgeschafft werden
22.Dezember 2008
Viele Haushalte setzen schon seit Jahren auf Energiesparlampen. Auf das gesamte Jahr gerechnet, benötigt jeder Haushalt rund drei Stunden künstliches Licht am Tag. Die längeren Leuchtzeiten im Winter werden durch kürzere im Sommer ausgeglichen. Gegenüber herkömmlichen Glühlampen können Energiesparbirnen mehr Strom in Licht verwandeln. 25 Prozent des verbrauchten Stroms werden in Helligkeit umgesetzt, eine herkömmliche Birne kommt nur auf fünf Prozent. Lediglich die höheren Kosten für eine Sparlampe schrecken die Verbraucher noch ab, doch die lange Lebensdauer lohnt die Anschaffung.Diese Vorteile haben nun das Ende der altbewährten Leuchtmittel eingeläutet. Bereits im Herbst 2009 sollen Glühlampen mit mehr als 100 Watt nicht mehr verkäuflich sein, etwa ein halbes Jahr später folgen die Glühlampen mit weniger Leuchtkraft. Vor allem der Aspekt des Energieverbrauchs stand für diese Entscheidung im Vordergrund. Eine lückenlose Umstellung aller Haushalte könnte eine enorme Ersparnis an Energie einbringen- und damit auch die Umweltbelastung senken. Die Energiesparlampen selber schaden der Umwelt überdies auch nicht, zumindest sofern sie ordnungsgemäß entsorgt werden. Eine Energiesparlampe sollte im Idealfall bei einer örtlichen Sammelstelle abgegeben werden, manche Gemeinden gestatten auch die Entsorgung über den Hausmüll. Für den Verbraucher entstehen dabei keine Kosten.
Dass auch die Privathaushalte von der Umstellung auf Energiesparlampen profitieren können, ist von großer Wichtigkeit. Bei einem durchschnittlichen Leuchtverhalten könnte jeder Haushalt rund 50 Euro im Jahr durch konsequente Nutzung der Energiesparlampen einsparen.
Mit der Verordnung geht jedoch erst einmal keine Pflicht der Umrüstung einher. Die Bürger müssen keine Kontrollen fürchten. Der Wechsel von herkömmlichen Lampen auf Energiesparbirnen wird sich über die Zeit von alleine vollziehen, denn der Verkauf von Glühbirnen wird komplett eingestellt. Ersatz für eine durchgebrannte Birne gibt es demnach nur noch in energiesparender und umweltschonender Form. Der Beschluss gilt übrigens nicht allein für Privathaushalte- auch Straßenlaternen, Büro- und Fabrikgebäude werden umgestellt.
Der endgültige Beschluss zur Umstellung soll im Frühjahr 2009 durchgesetzt werden. So lange haben das Europa-Parlament und die EU-Staaten Zeit, berechtigte Einwände gegen das Konzept vorzubringen.
Artikel gespeichert unter: Energieversorgung

Ihr Kommentar
Sie müssen sich anmelden um Kommentare zu schreiben.
Trackback diesen Artikel | Kommentare als RSS Feed abonnieren