Grundaufbau eines Blockhauses
31.März 2008
Ein Blockhaus, oder auch Blockhütte genannt, besteht fast ausschließlich aus Holz. Meistens werden ganze Baumstämme eingesetzt. Verschiedene Balken werden für die tragende Konstruktionen für Dach oder Trennwende benutzt. Der Bau eines Blockhauses ist eine ziemlich alte Methode, um in stark bewaldeten Gebieten Häuser zu bauen und wird auch heute noch oft gebaut. Die Siedler, welche nach Amerika zogen, bauten anfangs ausschließlich Blockhäuser, da sie solide sind, sehr schnell gebaut sind und dafür recht lange gehalten haben. Heute jedoch gelten solche Häuser schon fast als Luxus, je nach Größe und Bauart des Blockhauses. Früher wurden die einzelnen Teiles des Hauses mit Moos abgedichtet, heute wird entweder die sehr wärmedämmende und feuchtigkeitsresistente Schafwolle oder dauerelastisches Dichtband benutzt. Generell werden zum Blockhaus bauen naturbelassene, unbehauene Stämme benutzt, die mittels eines Schälmessers heutzutage automatisiert geschält werden, um jeweils immer die gleiche Stammdicke zu bekommen. Außerdem bekommen alle Stämme oder Balken ein spezielles Profil, welches ermöglicht, das Haus in einem Stecksystem in kürzester Zeit aufzubauen und gegen verschiedene Natureinflüsse standhaft zu machen. Heutige Hersteller bieten Blockhäuser als Komplett-Satz an, was bedeutet, das der Grundbau, die Isolierung, die Bodenheizung, sowie Fenster und Türen mit inbegriffen sind. Dadurch wird innerhalb kürzester Zeit das Haus schlüsselfertig aufgebaut und wäre theoretisch sofort bewohnbar. Kanäle für Stromkabel, Wasser und ähnliches werden direkt in die Holzbohlen gefräst, wodurch am Ende des Aufbaus des Hauses nur noch die Steckdosen, Schalter und Anschlüsse zu sehen sind.
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