Günstig bauen
17.Januar 2012
Der Bau oder Kauf eines Hauses ist meist eine Entscheidung, mit der man sich auf mehrere Jahre festlegt und bindet. Dies gilt nicht nur für den Lebensmittelpunkt, der damit im wahrsten Sinne des Wortes zementiert wird, sondern auch für die finanzielle Ausstattung der nächsten Jahre.
Finanzierungskosten
Das klassische Bankdarlehen ist meist recht teuer. Nachdem der Interessent mehrere Angebote verglichen hat, entscheidet er sich für eine Bank oder einen Baufinanzierer und unterschreibt einen Vertrag. Damit sichert man sich die Zinsen des jeweiligen Datums für einen vorher besprochenen Zeitraum (“Zinsbindung”). Es entstehen damit aber auch weitere Zinskosten: Die Bank hält den Immobilienkredit ab diesem Datum nun bereit und verlangt daher eine Entschädigung für die Nicht-Inanspruchnahme. Das bedeutet, der Kreditnehmer bezahlt einen vereinbarten Zinssatz dafür, dass er den Immobilienkredit noch nicht beansprucht. Gerade bei einem Neubau kommt dann auch noch ein Aufschlag für den genutzten Immobilienkredit dazu, da die Bank es als Risiko sieht, einen Rohbau zu finanzieren, der noch keinen vollen Gegenwert besitzt.
Zinsbindung
Ein Kostenfaktor ist die Zinsbindung. In Phasen niedriger Bauzinsen kann man sich diese Zinsen über mehrere Jahre sichern. Üblich sind 10 Jahre. Über diesen Zeitraum sind die Zinsen sicher, danach wird neu verhandelt. Es ist daher ein Risiko, da keiner die Zinsentwicklung in den kommenden 10 Jahren vorhersagen kann. Wer sich also absichern will, vereinbart eine Zinsbindung über mehr als 10 Jahre. Für die Bank ist das ein höheres Risiko, das sie sich mit höheren Zinsen bezahlen lässt. Ergo: Je kürzer der Zeitraum der Zinsbindung, desto günstiger der Zinssatz
Immobilienkredit mit niedrigen Zinsen sichern
Die oben genannten Faktoren sind meist eine Verhandlungssache mit der Bank. Hier kann man in einem gewissen Rahmen (meist ca. 0,5) verhandeln oder einen längeren Zeitraum für die kostenfreie Nicht-Inanspruchnahme vereinbaren. Die sicherste Variante für günstige Zinsen sind nach wie vor Bausparverträge. Die Zinsen liegen meist 2% oder mehr unter dem üblichen Niveau und sind dann für die gesamte Finanzierungszeit stabil. Bausparen verläuft über einen längeren Zeitraum: Zu Beginn ist die Ansparphase, die mit einem negativen Betrag beginnt. Dieser stellt die Abschlussgebühren dar. Durch regelmäßige Einzahlungen steigt das Bausparvermögen. Es gilt der Grundsatz, dass sich 100% zugeteilte Bausparsumme zu 40% aus dem angesparten Vermögen und zu 60% aus einem Kredit zusammensetzt. Der Nachteil ist die feste und rasche Rückzahlung. Der Kredit muss innerhalb von weniger als 10 Jahren zurückgezahlt werden, so dass eine hohe monatliche Belastung entsteht. Außerdem wird das angesparte Guthaben nur schlecht verzinst, in der Regel unterhalb der aktuellen Geldentwertungsquote (Inflation).
Förderkredite
Eine weitere Möglichkeit zinsgünstiger Kredite sind die KfW-Kredite, mit denen energiebewusstes Bauen unterstützt werden sollen. Die Zinsen liegen meist unter dem Marktniveau und sind daran gebunden, dass bestimmte Energiemerkmale erfüllt sind. Dies wiederum ist oft nur durch zusätzliche Investionen in den Bau erreichbar. Wer zudem einen Hauskredit Vergleich durchführ um die Banken mit den günstigsten Zinssätzen zu finden, der steht mit seiner Immobilienfinanzierung auf der richtigen Seite.
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