Leben auf dem Hausboot

09.Oktober 2008

Ein Eigenheim der ganz besonderen Art ist das Hausboot. Die schwimmende Immobilie lässt für immer mehr Menschen Wohnträume wahr werden, dennoch ist diese Wohnform sehr selten. Das liegt nicht unbedingt an mangelndem Interesse, sondern vielmehr an der aufwendigen Beschaffung eines Hausboots und den spärlich gesäten Liegeplätzen.

Eines ist natürlich Grundvoraussetzung für ein Hausboot: Wasser. Zusätzlich jedoch muss ein ständig bewohntes Hausboot an Strom, Wasser und Abwasser angeschlossen werden. Dies ist nur in der Nähe von Städten möglich, meist werden Liegeplätze nur etwas entfernt von den befahrenen Wasserwegen angeboten. Da die wenigsten Hausboote fahrtüchtig sind, ist dies nicht weiter schlimm. Die Kosten für einen ständigen Liegeplatz variieren zwischen den Bundesländern und Städten.

Der Raum auf einem Hausboot ist begrenzt. Die Bewohner sind meist entsprechend Platz sparend eingerichtet und neigen dazu, nur wichtige Dinge aufzuheben. Sehr schnell ist ein Hausboot zu voll, die Möblierung stellt besondere Ansprüche an den Eigentümer.

Hausboote können gebraucht gekauft und nach den eigenen Vorstellungen renoviert und umgebaut werden, oder der Interessierte Käufer wendet sich an eine Firma, die speziell nach den Wünschen des Kunden ein neues Hausboot anfertigt. Wohntauglich sind sowohl ältere als auch ganz neue Boote, es bleibt dem persönlichen Geschmack überlassen, welches Hausboot bevorzugt wird. Inzwischen werden Hausboote auch mehrstöckig hergestellt, damit kann die Wohnfläche auf die einer ganz normalen Immobilie vergrößert werden.

Auch bei Hausbooten ist die Energieversorgung mit einer alternativen Energiequelle umsetzbar, denn auf dem Dach können Solarzellen aufgebracht werden.

Das Leben auf einem Hausboot unterscheidet sich nicht grundsätzlich von dem in einem festen Haus. Findige Besitzer schaffen sich auf dem Dach oder dem Deck einen kleinen Nutzgarten und richten sich mit Topfpflanzen eine grüne Oase ein. Lediglich das Auto muss in den meisten Fällen etwas weiter weg angestellt werden, denn Garagen sind auf dem schwimmenden Untergrund eher selten.

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