Nachhaltig heizen mit einer Pelletheizung

14.November 2008

Alternativen zu den herkömmlichen Gas- und Ölheizungen gibt es inzwischen einige. Allen gemein ist, dass sie sich von den fossilen Brennstoffen abwenden und nachwachsende Rohstoffe für das Heizen nutzen. Neben der bekannten Solarheizung gibt es vermehrt auch Heizsysteme, die Holz verbrennen. Anders als bei einem Kamin muss jedoch nicht erst aufwendig Holz gehackt und in Eigenarbeit verheizt werden, denn moderne Holzheizungen sorgen selbständig für den notwendigen Nachschub an Brennstoff. Verstärkt nachgefragt wird inzwischen die Pelletheizung, die in drei verschiedenen Formen erhältlich ist. Vorraussetzung für alle ist ein einsatzfähiger Schornstein.Die einfachste Form ist der Einzelofen, der im zu beheizenden Raum angeschlossen wird. Der Besitzer muss lediglich die Befüllung vornehmen, ein Thermostat regelt danach die Verbrennung und damit die Abgabe von Wärme. Ein Einzelofen lohnt nur für eine Zuheizung in einzelnen Räumen oder in einem Passivhaus, in dem sich die Wärme länger hält.

Für die Beheizung vieler Räume sollte ein Primärofen angeschafft werden. Dieser steht ebenfalls im Wohnraum und gibt die aus der Verbrennung gewonnene Wärme über einen Wärmetauscher an die vorhandene Heizanlage ab und kann auch das Brauchwasser erwärmen. Sofern auch das Wasser über den Pelletofen beheizt wird, muss für den Sommer eine andere Regelung getroffen werden damit eine Beheizung des Ofens nicht nötig ist.

Daneben gibt es vollautomatische Pelletheizungen mit Kessel. Diese werden in der Regel im Keller installiert, da sie viel Platz benötigen. Für die Lagerung der Pellets muss ein entsprechender Raum zur Verfügung stehen, der trocken und dunkel sein muss. Werden die Pellets feucht, können sie nicht mehr verheizt werden. Die Pellets werden automatisch aus dem Raum über eine Fördervorrichtung zum Ofen transportiert, der im Raum nebenan steht. Somit ist die Anlage vergleichbar mit einer Ölheizung. Die Anlieferung der Pellets erfolgt über ein Unternehmen, es können jedoch auch einzelne Säcke besorgt werden. Alternativ zu der Förderanlage im Keller kann auch ein Silo eingerichtet werden. Dieses kann auch außerhalb des Gebäudes stehen, benötigt jedoch recht viel Platz, außerdem fasst es nur kleinere Mengen und muss öfter befüllt werden.

Eine Pelletheizung ist sehr umweltfreundlich, da das Holz nahezu rückstandsfrei verbrennt. Die Anschaffung einer solchen Heizanlage ist jedoch recht teuer, rund 10 000 Euro müssen eingeplant werden. Dazu kommen die Kosten für die Ausstattung des Lagerraums, die bei etwa 1000 Euro liegen. Dennoch rechnet sich die Einrichtung einer Pelletheizung, da es sich um einen nachwachsenden Rohstoff handelt und die Preise unabhängig von Gas- und Ölpreisen stabil bleiben.

Artikel gespeichert unter: Energieversorgung

Ihr Kommentar

Sie müssen sich anmelden um Kommentare zu schreiben.

Trackback diesen Artikel  |  Kommentare als RSS Feed abonnieren


Kalender

Mai 2012
M D M D F S S
« Apr    
 123456
78910111213
14151617181920
21222324252627
28293031  

Immobilien Werbung

Aktuelle Artikel