Vor- und Nachteile der Nachtspeicherheizung

17.November 2008

Inzwischen gibt es sehr viele Möglichkeiten, die eigenen vier Wände zu beheizen. Derzeit werden vor allem noch fossile Brennstoffe dafür genutzt, jedoch werden gerade bei Neubaute verstärkt Heizsysteme nachgefragt, die die Umwelt schonen. Daneben gibt es auch Heizungen, die Strom als Energiequelle nutzen.Diese sogenannten Nachtspeicherheizungen bestehen aus mehreren Heizkörpern, die einen Wärmespeicher beinhalten. Dieser besteht zumeist aus einem Kern aus Magnesit. Alle Heizkörper des Objekts werden zentral über eine Anlage gesteuert. Diese Steuerungsanlage gibt vor, wie stark und zu welcher Uhrzeit die Heizkörper aufladen. Zumeist zieht die Anlage zu Schwachlastphasen den benötigten Strom, also zu Uhrzeiten, zu denen der in den Kraftwerken produzierte Strom kaum benötigt wird. Dies ist in der Regel nachts der Fall, deshalb wird oft auch von Nachtstrom gesprochen. Dieser wird günstiger abgegeben, was den Nutzern der Nachtspeicherheizungen zugute kommt. Wie stark die elektronische Speicherheizung aufheizt, ist abhängig von der Außentemperatur. Deshalb ist das System immer an einen Temperaturfühler gekoppelt. Diese Einrichtung verhindert eine Überhitzung und sorgt dafür, dass nicht mehr Strom verbraucht als benötigt wird.

Die neueren Heizkörper geben keinen Wärme an die Umgebung ab. Die Aufheizung der Räume erfolgt über ein Gebläse, mittels dem das Zimmer auf eine vorher eingestellte Temperatur aufgewärmt wird. Dazu zieht das Gerät die kalte Zimmerluft ein und gibt die Wärme des Kerns an sie ab, bevor sie wieder in den Raum gepustet wird. Auf diesem Weg kann auch eine kurzfristige Erwärmung der Raumtemperatur gewährleistet werden.

Der große Nachteil der Nachtspeicherheizung entsteht durch diese dynamische Erwärmung. Das Gebläse wirbelt vergleichsweise viel Staub auf und trocknet die Raumluft aus. Dazu nehmen die Heizkörper mehr Platz ein als herkömmliche Wasserheizungen. Der Wärmespeicher alter Geräte enthält kleine Teile schwach gebundenen Asbests und Chromat, bei einem Austausch müssen sie deshalb über eine entsprechende Abgabestelle entsorgt werden. Dafür entfällt die Wartung durch einen Schornsteinfeger und das System ist wenig störungsanfällig. Die Anschaffung der Geräte ist vergleichsweise günstig, außerdem wird kein zusätzlicher Platz für ein zentrales Gerät benötigt.

Nachtspeicherheizungen haben recht hohe Kohlendioxid-Emissionen. Im Zuge des Umweltschutzes sollen alle deutschen Nachtspeicherheizungen daher bis zum Jahr 2020 durch andere Systeme ausgetauscht werden.

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