Wissenswertes
20.April 2008
„Durch die schlechte Lage am Immobilien Markt können nur die cleveren Überleben”
Immobilien waren dieses und letztes Jahr zu günstigen Preisen zuhaben. Der Geschäftsführer des Ring Deutscher Makler (RDM) Hans Eberhard Langemaack meint dazu: “Die allgemeine Konjunkturschwäche und die Angst der Bürger um den eigenen Arbeitsplatz hält immer mehr potenzielle Immobilienkäufer von ihrem Vorhaben ab”. Die benötigte Zeit um eine Immobilie zu verkaufen verlängert sich ebenso. Der Aufschwung der seit dem Jahr 2006 erwartet wird, bleibt auch dieses Jahr für den Immobilienmarkt aus. Jedoch bieten sich laut RDM auch noch in der Zukunft gute Einstiegsmöglichkeiten, dank einem relativ niedrigen Zinsniveaus.
Nach Beobachtung der RDM sind seit Mitte 2001 die Preise für Einfamilienimmobilien bundesweit um mehr als 0,7% gefallen, ein 125 m² große Immobilie mit Garage und Grundstück kostet im Mittel 237.500 €, jedoch sind die regionalen Unterschiede sehr groß. Vor allem in den neuen Bundesländern ist der Preis viel stärker gesunken (um die minus 5,6%), dort liegt der Preis im Schnitt bei 131.000 €. Sehr viel teurer sind Einfamilienhäuser geworden, die in Großstädten liegen (bundesweite durschnitt +1% auf 307.000€), am kostspieligsten sind jedoch solche Immobilien in München dort bezahlt man um die 500.000€, in Gegensatz zu Hamburg dort ist der Preis wiederum für Einfamillienimmobilien gefallen.
Das Preisgefälle zwischen neuen und alten Bundesländern zeigt sich auch bei Reihenhäusern (laut RDM). Für Reihenimmobilien zahlt man im Gebiet der ehemaligen DDR 113.500€ (gesunken um 3%), in Westdeutschland dagegen zahlt man für eine vergleichbare Immobilie nur 184.000€(-1%). Auch Eigentumswohnungen bis zu 70m² sind um 1,9% günstiger geworden, denn die Nachfrage sinkt hier stark. RDM Sprecherin Kathrin Flor erklärt dies damit, dass junge Leute lieber für ihr eigenes Haus sparen als Ihr Kapital in eine Eigentumswohnung zu investieren, was im Kontrast zu früher steht, damals hatte man sich erst eine eigene Wohnung gekauft, und dann für ein Haus gespart.
Auch durch die deutsche Gesetzgebung sei der Markt beeinträchtigt, so RDM Präsident Heinz Ramjoué. Nach dem Jahr 1998 sind Eigentumswohnungen als Kapitaleinlage, als die Bundesregierung bei vermieteten Wohnimmobilien die Spekulationsfrist auf 5 Jahre verlängert hatte. Vizepräsident des RDM Johannes Peter Henningsen befürchtet das sich die Flaute auf den Immobilienmarkt und somit direkt auf die Maklerbüros einwirken wird: “Die Spreu wird sich vom Weizen trennen”.
Der Ring Deutscher Makler hat rund 4.500 Arbeitnehmer, jedoch ist die Berufsbezeichnung Immobilienmakler nicht Geschütz. Um eine Qualitätssicherung zu gewährleisten wurde ein Kriterienkatalog von der RDM entwickelt, jeder der aufgenommen werden möchte, sollte sich ständig fortbilden und braucht gute Referenzen von zwei oder mehr Firmen, in der seine Seriosität bestätigt wird.
2003 hat RDM sein Bundesbüro mit zehn Mitarbeitern nach Berlin verlegt, damit sie näher an den Politikern sind, die die Entscheidungen treffen.
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